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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

#Naturschutztage2020: Essen ist politisch

04. Januar 2020 | Aktiv im Naturschutz (BW), Artenschutz (BW), BUND Baden-Württemberg (BW), Landwirtschaft, Naturschutzpolitik (BW), Schmetterlingsland (BW), Streuobst (BW), Volksbegehren Artenschutz - "Rettet die Bienen"

Naturschützer*innen demonstrieren für eine Agrarwende und rufen zur Wir haben es satt-Demo am 18. Januar auf.

Aktive von BUND und NABU fordern eine Agrarpolitik, die Landwirtschaft, Tierschutz und Natur- und Klimaschutz zusammenbringt. Dafür protestieren wir heute und am 18. Januar bei der "Wir haben es satt"-Demo!  (Frank Müller / BUND BW)

1.000 Naturschutz-Aktive von BUND und NABU haben heute in einer bunten und kreativen Aktion mit Tier-Kostümen, Kohlköpfen, Möhren und Porree für eine (klima-)gerechte bäuerlich-ökologische Landwirtschaft protestiert.

Die Landwirtschaftspolitik steckt in einer Sackgasse. Immer mehr Großbetriebe verdrängen kleinere, bäuerliche Betriebe. Die immer intensivere Landwirtschaft hat Folgen: Lebensräume und Artenvielfalt schwinden. Um gesunde landwirtschaftliche Betriebe und die Lebensräume von Rebhuhn, Feldhase und Kiebitz zu erhalten, braucht es eine Wende in der Agrarpolitik: „Wir brauchen eine Agrarpolitik, die Landwirtschaft, Tierschutz und Natur- und Klimaschutz zusammenbringt. Dafür protestieren wir heute und am 18. Januar“, sagen Sylvia Pilarsky-Grosch, BUND-Landesgeschäftsführerin und Johannes Enssle, NABU-Landesvorsitzender.

Mit ihrer Aktion appellieren die Naturschützer*innen auch an die Verbraucher*innen im Land, den Wert von Lebensmitteln anzuerkennen und auf regionale und biologische Produkte zu setzen. „Unser Konsumverhalten beeinflusst beides – die Qualität der Lebensmittel und die ökonomische Gesundheit der Bauernhöfe. Als Verbraucher*innen können wir an der Ladentheke Einfluss nehmen und uns für ökologische Lebensmittel aus der Region entscheiden“, sagt NABU-Landesvorsitzender Johannes Enssle.

Gleichzeitig muss auch das Land in Sachen Konsum mit gutem Beispiel vorangehen und konsequent eine nachhaltigere Beschaffungsordnung umsetzen. Konkret fordern BUND und NABU: Bis 2030 müssen im Bereich der öffentlichen Außer-Haus-Verpflegung 60 Prozent der Lebensmittel „bio“ sein und aus Baden-Württemberg stammen. „In der Beschaffungsordnung für die Kantinen des Landes, der Landkreise, der Kirchen und Vereine müssen ökologische und regionale Lebensmittel die erste Wahl sein. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Die Landesregierung hat uns seine Vorbildfunktion zugesagt. Nun müssen Taten folgen“, fordert die BUND-Landesgeschäftsführerin Sylvia Pilarsky-Grosch.

Der Protest der Naturschützer*innen, das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“ und auch der Traktorenprotest der Landwirte im vergangenen Herbst machen deutlich, dass die Agrarpolitik am Ende ist: „Wir brauchen dringend eine Wende. Die Menschen in Baden-Württemberg haben die Möglichkeit, auf Demonstrationen der Politik und der Wirtschaft einen nachhaltigeren Weg zu weisen. Schon am 18. Januar 2020 gehen die Proteste weiter, wenn wieder zehntausende Menschen in Berlin und Tübingen auf die Straße gehen, um unter dem Motto „Wir haben es satt“ für einen Neuanfang in der Agrarpolitik  zu demonstrieren. Gehen Sie mit uns auf die Straße, denn Essen ist politisch“, rufen Pilarsky-Grosch und Enssle zur Demo auf.

Die Wir haben es satt-Demo in Kürze:

Kontakt für Rückfragen:

  • Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e. V., sylvia.pilarsky-grosch(at)bund.net
  • Angela Koch, Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit, BUND Baden-Württemberg, mobil: 0176.24043107, angela.koch(at)bund.net

Weitere Informationen:

Über die Naturschutztage: Seit den 1970er Jahren treffen sich Interessierte zu Austausch und Weiterbildung bei den Naturschutztagen am Bodensee. Aus der Taufe gehoben wurde die Veranstaltung durch BUND-Mitbegründer Gerhard Thielcke und den langjährigen BUND-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Friedrich. Was vor über vier Jahrzehnten in einer Turnhalle begann, gilt mittlerweile mit über 1.000 Teilnehmer*innen als größtes Treffen von ehren- und hauptamtlichen Naturschützer*innen im deutschsprachigen Raum. Seit 1987 veranstalten die baden-württembergischen Landesverbände von BUND und NABU die Naturschutztage gemeinsam.

Zahlen und Fakten zur 44. Ausgabe der Naturschutztage:

  • 15.000 Besucher*innen
  •  2.400 Redner*innen und Leiter*innen
  • 1.400 Besucher*innen-Rekord in 2018
  • 650 Vorträge
  • 500 Workshops
  • 230 Exkursionen
  • 44 Ausgaben
  • 10 Resolutionen
  • 5 Aktionen
  • 2 Gründer    

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