BUND Landesverband
Baden-Württemberg

NABU und BUND starten 45. Naturschutztage komplett digital

06. Januar 2022 | Artenschutz (BW), Atomkraft, Biotopverbund (BW), BUND Baden-Württemberg (BW), Energiewende, Klima und Energie (BW), Klimaschutz (BW), Klimawandel, Nachhaltigkeit, Naturoasen schützen (BW), Naturschutz, Naturschutzpolitik (BW), Suffizienz, Umweltpolitik (BW)

Die Traditionstagung rückt vom 6. bis 8. Januar Klimaschutz und Biodiversität ins Zentrum.

Aufgrund der zugespitzten Pandemielage haben NABU und BUND die Traditionstagung ins Internet verlegt.  (Max Granitza)

Stuttgart. Neun Fachvorträge an drei Vormittagen, sechs Seminare am Freitagnachmittag sowie digitale Gruppenabende für Engagierte im Natur- und Umweltschutz – die 45. Naturschutztage starten heute (6. Januar) mit einem umfangreichen Online-Programm ins noch junge Jahr. Aufgrund der zugespitzten Pandemielage haben NABU und BUND die Traditionstagung vom Bodensee ins Internet verlegt. An den drei Veranstaltungstagen steht jeweils eine Zukunftsfrage des Natur- und Umweltschutzes im Zentrum: Wie begegnet Baden-Württemberg dem Klimawandel? Was leistet das Biodiversitätsstärkungsgesetz für den Artenschutz? Und welche Rolle spielt die Umweltschutzbewegung im gesellschaftlichen Kontext?

Die Tagung bildet für Engagierte im Natur- und Umweltschutz stets den Auftakt in ein neues arbeits- und aufgabenreiches Jahr. „Die Mammutaufgaben beim Klima- und Artenschutz können wir nur gemeinsam als Gesellschaft angehen. Als Treffpunkt für Aktive im Umwelt- und Naturschutz sind diese 45. Naturschutztage, wenn auch digital, unverzichtbar und ein wichtiger Impulsgeber und Mutmacher für alle, die sich engagieren“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.

Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesvorsitzende des BUND BW, ergänzt: „Auch und insbesondere Menschen, die noch nicht in Umwelt- und Naturschutzverbänden aktiv sind, können sich bei den Naturschutztagen umfangreich fortbilden, sich vernetzen, unsere Arbeit kennenlernen und mitmachen. Der Fortbildungsaspekt wird immer wichtiger, weil die Probleme und vor allem die Lösungsmöglichkeiten immer komplexer werden.“

Allein für den heutigen Dreikönigstag haben sich mehr als 600 Interessierte angemeldet. In seinem Auftaktvortrag erläutert Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) die Dringlichkeit des Klimaschutzes. Durch den Ausstoß von Treibhausgasen erwärmt sich das Klima nicht nur einfach, sondern gefährliche Kipppunkte werden aktiviert, die zu einem Kollaps des gesamten Klimasystems führen können, mit unabsehbaren Folgen für die menschliche Zivilisation auf dem Planeten. Anschließend berichtet Landesumweltministerin Thekla Walker, welchen Beitrag Baden-Württemberg zur notwendigen Transformation leistet. Unter anderem will die Landesregierung in den nächsten Jahren 1.000 neue Windräder im Südwesten errichten und dabei die Planungszeiträume möglichst halbieren. Damit die Energiewende gelingt, ohne dass windenergiesensible Vogel- und Fledermausarten bedroht werden, ist einiges zu beachten. Dies zeigt ein Maßnahmenkonzept von BUND und NABU, das die Verbände am Freitag vorstellen werden.

Mit der Umsetzung des Biodiversitätsstärkungsgesetzes in Baden-Württemberg befassen sich die Rednerinnen und Redner des zweiten Naturschutztages, während es am Abschlusstag um die Erfolge und Herausforderungen der Naturschutzbewegung geht.

Informationen zur Teilnahme am Vortragsprogramm gibt es unter www.naturschutztage.de.

 

Die 45. Naturschutztage digital – der Überblick:

  • Wann: Do, 6., bis Sa, 8. Januar 2022
  • Wo: Online-Tagung mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft, Politik und Verbandslandschaft. Detailliertes Programm und Teilnahmeinformationen unter www.naturschutztage.de.
  • Hashtag: #Naturschutztage2022, #NST2022

Die Themenschwerpunkte:

  • Donnerstag, 6.1.: Wie begegnet Baden-Württemberg dem Klimawandel?
  • Freitag, 7.1.: Was leistet das Biodiversitätsstärkungsgesetz für den Artenschutz?
  • Samstag, 8.1.: Welche Rolle spielt die Umweltschutzbewegung im gesellschaftlichen Kontext?

Über die Naturschutztage: Seit den 1970er Jahren treffen sich Interessierte zu Austausch und Weiterbildung bei den Naturschutztagen am Bodensee. Aus der Taufe gehoben wurde die Veranstaltung durch BUND-Mitbegründer Gerhard Thielcke und den langjährigen BUND-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Friedrich. Was vor über vier Jahrzehnten in einer Turnhalle begann, gilt mittlerweile mit über 1.000 Teilnehmer*innen als größtes Treffen von ehren- und hauptamtlichen Naturschützer*innen im deutschsprachigen Raum. Seit 1987 veranstalten die baden-württembergischen Landesverbände von BUND und NABU die Naturschutztage gemeinsam. Die 44. Naturschutztage 2020 beschlossen die Verbände nach vier Tagen mit einem Besuchsrekord: Etwa 1.500 Interessierte hatten sich in 60 Vorträgen, Seminaren, Foren und Exkursionen über Natur- und Umweltschutz ausgetauscht und informiert. 2021 pausierten die Naturschutztage coronabedingt.

Pressekontakt:

Claudia Wild, Pressesprecherin NABU Baden-Württemberg, Tel. 0711 966 72-16

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