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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

"Mikroplastik muss raus!"

21. März 2018 | BUND Baden-Württemberg, Flüsse & Gewässer, Landwirtschaft, Lebensräume, Naturoasen schützen, Naturschutzpolitik, Aktiv im Naturschutz

Auch in Gewässern Baden-Württembergs ist Mikroplastik nachgewiesen worden. BUND fordert Verzicht auf Mikroplastik in Kosmetik

Der Vraucher hat es schwer zu erkennen, in welchen Produkten Mikroplastik steckt. Der Einkaufsratgeber des BUND hilft weiter.  (fotohansel / fotolia.com)

Schockierende Bilder von unseren Weltmeeren, die in Plastikmüll versinken, haben wir vor Augen  geführt bekommen. Nun zeigt eine große Studie von fünf Bundesländern, dass auch in Flüssen und Seen in Baden-Württemberg unzählige mikroskopisch kleine Plastikpartikel schwimmen. „Unser Konsumverhalten und Lebensstil hat auch unsere direkte Umwelt mit Plastik überschwemmt. Das ist ein ökologisches Desaster. Das Mikroplastik muss aus unseren Gewässern raus“, sagt Brigitte Dahlbender, die Landeschefin des BUND Baden-Württemberg.

Die Plastikpartikel stammen unter anderem aus Kosmetika und geraten über Abwasser und Kläranlagen in unsere Gewässer.  „Eine wichtige Maßnahme, um die Belastung in unseren heimischen Gewässern zu verringern, ist Mikroplastik in Kosmetika zu verbieten. Es dauert immer bis Gesetze greifen und wirken. Deshalb ist jede*r von uns aufgefordert, auf Produkte mit Mikroplastik zu verzichten.“

BUND-Einkaufsratgeber hilft Verbaucher*innen

Doch für Verbraucher*innen ist es schwierig bis unmöglich herauszufinden, in welchen Produkten Mikroplastik versteckt ist. Die Kunststoffpartikel kommen in Kosmetik-Produkten wie Peelings, Shampoos  und Zahnpasta oder Reinigungsmitteln vor. Eine Kennzeichnungspflicht für Mikroplastik in Kosmetikprodukten gibt es aber nicht. Daher hat der BUND einen Einkaufsratgeber erstellt. Der Ratgeber führt die Produkte mit Mikroplastik nach Produktart und Marke alphabetisch auf.

Studie zu Mikroplastik in Binnengewässer in Süd- und Westdeutschland

Im Rahmen der Studie „Mikroplastik in Binnengewässern Süd- und Westdeutschlands“ der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben die jeweils zuständigen Behörden oberflächennahes Wasser nach Plastikpartikeln untersucht. Dabei charakterisierten sie über 4.000 Partikel. In Baden-Württemberg wurden in Rhein, Neckar, Körsch, Würm, Enz, Kocher, Jagst und Bodensee Proben genommen.

Weitere Informationen: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_einkaufsfuehrer.pdf

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