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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

#HambiBleibt: 600 Menschen fahren mit dem BUND aus Baden-Württemberg zur Demo

04. Oktober 2018 | Aktiv im Naturschutz, Klima und Energie, Klimaschutz, Naturschutzpolitik

Weit über 20.000 Menschen werden bei der "Wald retten – Kohle stoppen" aus ganz Deutschland erwartet.

Die Menschen in Deutschland zeigen klar und deutlich, dass sie die Verbrennung von dreckiger Kohle zu Lasten von Natur und Klima nicht mehr hinnehmen.  (Dirk Jansen / BUND NRW)

600 Menschen fahren mit dem BUND Baden-Württemberg zur „Wald retten – Kohle stoppen“-Demonstration am Hambacher Wald. Die angedrohte Rodung durch den Energiekonzern RWE rückt näher. Daher hat der BUND gemeinsam mit Campact, Greenpeace und den Naturfreunden Deutschlands zur Großdemonstration am 6. Oktober aufgerufen. Ab Stuttgart und Umgebung fahren etwa 150 Menschen mit dem BUND vom Rotebühlplatz los.

Ganze Dörfer wurden bereits weggebaggert. Tausende Menschen umgesiedelt. Mehrere Wälder sind für Stromkonzerne und den Braunkohleabbau gerodet worden. Obwohl die Kohle-Kommission gerade über den Kohleausstieg verhandelt, will RWE Fakten schaffen und den letzten Rest des Hambacher Wald abholzen – ein wertvoller Mischwald mit einer 12.000 Jahre alten Geschichte, in dem viele zum Teil sehr seltene Tierarten leben.

Klimaschutzpolitik made in Germany: global hui – national pfui

„Gerade heute mit Blick auf den Hitzesommer, die anhaltende Rekorddürre und die verheerenden Taifune, ist das nicht zu akzeptieren. Konzerne und Regierungen verzocken die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Die Regierung in Berlin gibt sich auf internationalem Parkett als Klimaschutz-Primus. Zu Hause fördert sie den Braunkohleabbau, einen der größten Klimakiller“, so Fritz Mielert, Umweltschutzreferent beim BUND Baden-Württemberg.

BUND Gruppen aus Heidelberg, Konstanz, Ravensburg, Stuttgart, Tübingen und Ulm haben in den letzten zwei Wochen insgesamt zehn Busse organisiert. Die Busse waren zum Teil innerhalb weniger Tage ausgebucht. Die Nachfrage aus dem Stuttgarter Raum war so groß, dass die Anzahl der Busse aus der Landeshauptstadt auf drei aufgestockt wurde. Aus Baden-Württemberg fahren nun 600 Menschen alleine in den vom BUND Baden-Württemberg organisierten Bussen mit; aus Stuttgart 150 Menschen. Eine von ihnen ist Andrea Schmidt, 50 Jahre.

Demonstrantin: „Es ist eine rote Linie überschritten worden!“

„Es ist eine rote Linie überschritten worden. Ich fahre zur Demo, weil ich mich gegen eine Politik, die die Profit-Interessen von Großkonzernen höher stellt als international vereinbarte Klimaziele und Klimagerechtigkeit. Gegen eine Politik, die die Zerstörung der Lebensgrundlage von Natur und Mensch zulässt und mit aller Macht und Gewalt die Kohleverstromung weiter am Leben halten will“, so Andrea Schmidt.

Über 800.000 Menschen unterzeichnen Appell an Politik: Retten statt roden!

Nach einer Emnid-Umfrage von Mitte September möchten 75 Prozent der Deutschen, dass die Bundesregierung die Rodung stoppt. Fast genauso viele sprechen sich dafür aus, dass bis Ende des Jahres ein nationaler Plan zum Kohleausstieg vorliegt. Über 800.000 Menschen haben bereits den Appell von BUND, Campact, Greenpeace und den Naturfreunden unterschrieben. Sie fordern von der Politik einen Rodungsstopp. 

„Bei der Demo am Hambacher Wald erwarten wir aus der ganzen Republik weit über 20.000 Demonstrant*innen. 800.000 Menschen haben bereits unseren Appell an die Bundesregierung unterzeichnet, die Rodungen zu stoppen. Die Menschen sagen klar und deutlich, dass sie die Verbrennung von dreckiger Kohle zu Lasten von Natur und Klima nicht mehr hinnehmen. Die Regierenden in Düsseldorf, Berlin und anderswo müssen diese Zeichen richtig deuten und unverzüglich handeln: Es ist höchste Zeit für die Energiewende und dafür, dass Politik für die Interessen aller Menschen und nicht der Konzerne gemacht wird“, so Fritz Mielert.

Über die Demonstration:

  • Die Demonstration beginnt am Samstag, 6. Oktober, um 12 Uhr am Bahnhof Buir bei Köln und endet um 16 Uhr.

Weitere Informationen:

Kontakt für Rückfragen:

  • Fritz Mielert, Referent für Umwelt und Energie beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, fritz.mielert(at)bund.net, 0176 – 666 81 817
  • Sigrid Wolff, Pressesprecherin BUND, presse(at)bund.net, 030 – 275 86 425
  • Angela Koch, Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit BUND Baden-Württemberg, angela.koch(at)bund.net, 0176 – 240 43 107

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