Wie werden BUND-Gruppen offen für Neue?

Fast alle BUND-Gruppen möchten mehr und neue Aktive. Als Motoren für bestimmte Themen und Projekte, als Mitstreiter und Gleichgesinnte. BUND-Gruppen, die sich für neue BUND-Aktive öffnen möchten, brauchen zweierlei:

Bereitschaft und Bewusstsein, dass sich im Gruppenleben etwas ändern muss, um offener zu werden und praktische Hinweise, wie eine BUND-Gruppe Offenheit signalisieren kann.

Dazu  gibt es einige einfache, teilweise bereits in der Praxis bewährte Tipps:

Beachten und willkommen heißen: Wir müssen lernen, neue, die zu unseren Treffen kommen zu Beginn persönlich zu begrüßen und ihnen schwierige Sachverhalte kurz zu erklären.

Mentoren-Modell: Dieses Modell ist im BUND-Landesvorstand seit Jahren bewährt, kann aber auch in Ihrer BUND-Gruppe vor Ort funktionieren: Neue Vorstandsmitglieder bekommen eine Art „Paten“ oder "Patin", der oder die in den ersten Monaten ihrer Amtszeit für Fragen zur  Verfügung steht, Grundlegendes erklärt und Missverständnisse vermeinden hilft. 

Gruppenerlebnisse schaffen: Das kann ein Fest genauso sein wie der gemeinsame Mai-Ausflug zu einer Orchideenwiese, die  die Gruppe im Herbst gepflegt hat. Auch die gemeinsame feierliche Einweihung einer Solaranlage, die der BUND aufs Dach gebracht hat oder das gemeinsame Glas Sekt bei Fertigstellung einer Broschüre gehört dazu.

Besseres Ambiente: Es gibt Gruppen, die allein dadurch zu neuem Leben erweckt sind, dass sie ihr „Vereinslokal“ gewechselt oder verschönert haben. Es kann sich lohnen, darüber nachzudenken, ob der Platz, wo man sich trifft gemütlich ist.

Langweiliger Name? Bei manchen Gruppen hat die Veränderung des Namens die Attraktivität nach innen und außen deutlich erhöht: BUND-Klimateam klingt besser als „Arbeitsgruppe Energietechnik“. Natur-Treff klingt besser als „Sitzung des Ortsverbands“.

Neue Themen: Manchmal lassen sich neue Aktive über neue Themen gewinnen.

Bei der Wahl des Namens und des Programms einer neuen Arbeitsgruppe oder eines neuen Projekts sollte man kreativ sein. Hier einige Beispiele: Bei einem örtlichen BUND-Vortrag über die „Rückkehr der Wildtiere“ meldeten sich 14 Anwesende als Interessenten an einer BUND-Wildtier-Gruppe.

Im Kreis Emmendingen gelang es vor einiger Zeit, aus Interessenten mehrerer BUND-Ortsverbände eine Projektgruppe zu bilden, die sich um den gemeinsamen Fluss Elz kümmert.

Der Klimaschutz ist derzeit ein Thema, das neue Interessenten aktivieren kann.

Klare, knappe Zieldefinitionen: Vor allem für Gruppen, die über einige Monate an einem Projekt oder Thema arbeiten, empfiehlt es sich, die Ziele schriftlich in knapper, klarer, freundlicher Form zu formulieren. Fachleute sprechen von einem „Motto“ oder einer „Charta“.

Den Älteren mögliche Ängste nehmen: Bei Leuten, die lange beim BUND aktiv sind, können berechtigte Ängste auftreten, wenn Junge kommen, die mitreden oder gar das Ruder übernehmen wollen und sollen. Den Erfahrenen muss man das Gefühl geben, dass ihre Erfahrung, ihre Orts- und Sachkenntnis gebraucht wird. Möglichkeiten dazu:
- Schriftliche Dokumentation der betreuten Biotope oder Projekte,
- Ausstellung darüber,
- Möglichkeit schaffen, ihr Wissen, auf Kreis-, Regional- oder Landesebene einzubringen,
- Auch Ehrungen nicht vergessen!



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