Aktive gewinnen für BUND-Politik: Schwer, aber nicht unmöglich

Für politische Arbeit ist es heute tatsächlich schwerer als vor 20 Jahren, Aktive zu gewinnen. Damals war der Wunsch, oppositionelle Politik zu betreiben bei vielen Ehrenamtlichen ein entscheidendes Motiv, zum BUND zu kommen („Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt“). Der Anteil dieser Personen unter den neuen BUND-Aktiven ist heute geringer. Hinzu kommt, dass der BUND in diesem Bereich heute mehr Konkurrenz hat beispielsweise entsprechende Gruppen im Gemeinderat oder bei Bürgerinitiativen. Menschen, die sich politisch engagieren möchten, kommen heute eher zu uns, wenn sie selbst von einem Vorhaben persönlich betroffen sind. 

An Hand zweier Beispiele zeigen wir aber, wie sich politisches Engagement beim BUND heute darstellt.

 

Aktiven-Gewinnung mit Stuttgart 21

Thema und Tätigkeiten als Zugpferde - Gerhard Pfeifer, BUND-Regionalgeschäftsführer in Stuttgart, berichtet:

Die Empörung über Stuttgart 21 hat viele Leute dazu geführt, sich beim BUND gegen das Projekt zu engagieren. Ihre Tätigkeiten reichen vom Unterschriftensammeln über die Mitarbeit bei öffentlichkeitswirksamen Aktionen bis zum „Eintüten“. Der Einstieg dieser Leute geschah über das Interesse am Thema Stuttgart 21, aber eine ganze Reihe sind bereit, auch bei anderen Themen mit zu demonstrieren, Spruchbanner herzustellen oder einzutüten. Alt-68er, meist im Pensionsalter, stellen sich als besonders gute Zielgruppe dafür heraus.

 

 

Gentechnik-Bündnisse aktivieren Menschen

Von der Betroffenheit zur Tat

BUND-Regionalgeschäftsführer Andreas Mooslehner, Aalen, berichtete, dass beim Auftakt-Treffen des vom BUND Ostwürttemberg koordinierten Gentechnik-Bündnisses, zu dem breit eingeladen wurde, sechs engagementbereite BUND-Mitglieder mit am Tisch saßen, die er allesamt nicht kannte und die sich bisher im Umfeld des BUND bzw. in der „Umweltszene“ nicht engagiert hatten. Ähnliches berichtet Eli Miller, die für den BUND die Gentechnik-Initiative am Bodensee koordiniert. Es handelt sich oft um gesundheitsbewusste Menschen oder um Leute, die Bio-Bauern nahe stehen.

 

Gentechnik-Engagierte machen Lobby-Arbeit für gentechnikfreie Regionen, www.gentechnikfreie-regionen.de, helfen bei der Organisation von Info-Veranstaltungen oder von Märkten mit gentechnikfreien Produkten. 



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