Wer kommt noch als Zielgruppe in Frage?

 

Die vielleicht wichtigste, aber oft vergessene Zielgruppe sind die Anwohner.

Damit sind gemeint

- die Nachbarn aktiver BUND-Mitglieder

- die Anwohner umweltunverträglicher Planungen

- die Anwohner von Naturparadiesen, die der BUND pflegt oder betreut.

Nichts hindert uns daran, vor allem die BUND-Mitglieder unter den Anwohnern zur Mitarbeit bei uns einzuladen. Auch andere Anwohner können für bestimmte Aufgaben erste Adresse zur persönlichen Ansprache sein.

Es gibt nicht wenige Menschen, die gebeten werden wollen! Für Fachleute (z.B. Biologen, Architekten, Menschen mit pädagogischer Ausbildung  ...) gilt dies in besonderem Maße. Bei der persönlichen Einladung zur Projekt- oder Vorstandsarbeit hat sich der Hinweis auf die Fachkenntnis oder die spezielle Fähigkeit der Person, die man anspricht, gut bewährt. Auch die Schilderung der Bedarfssituation, in der sich die BUND-Ortsgruppe befindet (oder das betreffende Biotop, um das es geht etc.) kann erfolgreich sein. Wir sollten im persönlichen Gespräch auch verstärkt die Formulierung nutzen "Wir würden uns geehrt fühlen, wenn Sie ... für uns tun könnten". 

Es gibt eine Reihe von "Leistungsträgern" im BUND, die in einer Phase der
(Neu-)Orientierung
zu uns gestoßen sind. Sprechen Sie daher Menschen in einer solchen Phase, die Sie persönlich kennen, bevorzugt an. Solche Phasen sind:
- die Zeit nach der Pensionierung;
- bei Frauen: die Zeit, wenn die Kinder aus dem Gröbsten `raus sind;
- bei Eltern: die Zeit, wenn Kinder aus dem "Krabbelalter" heraus sind;
- bei jungen Menschen: die Phase bei oder nach Abschluss einer Ausbildung,
 in der beruflichen Neuorientierung und Kontaktsuche.

Besonders für die letzte Gruppen von Menschen ist es wichtig, dass man sich beim BUND qualifizieren und Kontakte aufbauen kann, die für die Job-Suche wichtig sein können. Darauf sollten Sie im persönlichen Gespräch hinweisen.

BUND-Mitglieder, die neu in Ihre Gemeinde zugezogen sind, sprechen Sie am besten erst an, wenn sie ein Viertel oder ein halbes Jahr da sind. Dann haben sie den Umzugsstress und die erste „Eingliederung“ in eine mögliche neue Tätigkeit hinter sich. Der neu nach Ulm gezogene Peter Stratmann hat lange eine hervorragende BUND-Gruppe geführt, die aus lauter neu zugezogenen bestand.

Es gibt eine Reihe von Beispielen für neue BUND-Aktive, die in Zentren für Senioren oder in den Zentren für Bürgerschaftliches Engagement  angesprochen wurden.  Lassen Sie sich im persönlichen, gemeinsamen Gespräch Zeit, die passende Tätigkeit zu finden.

Einige BUND-Gruppen beantworten immer wieder Anfragen aus der Bevölkerung. Auch diese Umwelt-Interessierten kommen für eine Einladung zum Aktiv-Werden in Frage. Das Aktiv werden kann auch aus Leserbrief schreiben oder bei niederschwelligen Angeboten wie dem BUND-Faltertag bestehen.

Rüdiger Brinkmann vom BUND in Karlsruhe hat dadurch einige Aktive gewonnen, dass er Leserbrief-Schreiber zu Umweltthemen angerufen, ihnen gedankt und zur nächsten BUND-Veranstaltung eingeladen hat.

Im Umfeld ökologisch aktiver Parteien gibt es immer wieder Menschen, die zusätzlich oder an Stelle ihrer Partei-Arbeit auf einem anderen Weg für die Umwelt aktiv sein wollen. Auch für sie sollten wir offen sein.

Wenn Sie eine BUND-Kindergruppe geben: Lernen Sie beim Bringen und Abholen, bei einem extra organisierten Eltern-Nachmittag oder bei einem besonderen Familienangebot die Eltern der BUND-Kinder kennen. Bieten Sie eine BUND-Mitgliedschaft an und bitten Sie geeignete Personen um ihre Mitarbeit beim BUND.



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