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Radolfzeller Aach: Bilanz guter Taten

2003: Bei Beuren wird das Stauwehr erneuert. Foto: Gerhard Thielcke
2003: Bei Beuren wird das Stauwehr erneuert

Extensivierung von Auengrünland der Stadt Singen.

Extensive Beweidung von ehemaligen Auewiesen mit Schwarzwälder Hinterwäldern. Dies ist eine bedrohte robuste Rinderrasse.

Ersatz von kleineren Sohlschwellen durch Sohlgleiten auf den Gemarkungen von Aach und Volkertshausen.

1996/1997: Maisacker wird urbanes Erholungsgebiet (Insel Wehrt). Förderung durch die Allianz Umweltschutzstiftung mit 869.000 Euro (Planungs- und Baukosten).

1998: Naturnahe Gestaltung in Singen auf 3 km Länge. Bau- und Grundstückskosten 511.000 Euro.

1999 - 2004: Im Naturschutzgebiet "Radolfzeller Aachried" werden mit Hilfe von Grunderwerb Streu- und Nasswiesen wieder vernässt und extensiv genutzt. Ende 2003 werden zwei Flussschlingen entschlammt und wieder an den Fluss angeschlossen. Diese Mäander hatte die Verwaltung 1964 an ihrer engsten Stelle durchstochen. Kosten: Das Gesamtprojekt "Untersee Life" mit vielen Maßnahmen auch am Untersee des Bodensees hat 2.019.000 Euro gekostet, von denen die Europäische Union 50 Prozent übernommen hat und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) vier Prozent (80.760 Euro).

2000/2001: Naturnahe Umgestaltung in Rielasingen-Arlen (Bereich Talwiesen).

2003: Zwischen Beuren und Hausen legt der BUND vier Blänken an. Kosten: 6.500 Euro.

2003: Bei Beuren wird das Stauwehr erneuert, das dem Aufstau der Aach und der Ausleitung eines Teils des Wassers dient. Das ausgeleitete Wasser betreibt eine Turbine zur Stromgewinnung. Zusammen mit der Erneuerung des Stauwehrs hat der Betreiber ein Gerinne bauen lassen. Dieses ermöglicht Fischen und anderen Wassertieren, die nicht fliegen können, die Umgehung des Wehrs.

Damit ist der für Wassertiere wieder durchgängige Flussabschnitt in diesem Bereich 10 Kilometer lang.

Ins Wasser ragende Buhnen bewirken die Renaturierung des Flusses mit eigener Kraft. Foto: Gerhard Thielcke
Ins Wasser ragende Buhnen bewirken die Renaturierung des Flusses mit eigener Kraft.

2003: Zwischen Aach und Volkertshausen besteht die Aach aus einem Kanal, der Turbinen speist, mit viel Wasser und einem Fluss mit wenig Wasser. In der Talaue werden die alten Aachschlingen wieder ausgebaggert. Danach fließt hier bei Hochwasser viel Wasser.

2004: In dem Flussabschnitt zwischen Beuren und Hausen werden auf einer Seite fünf Buhnen in den Fluss gebaut. Buhnen sind Bauwerke, die im rechten Winkel zum Fluss gebaut werden.

 

Renaturierung: Erodiertes Ufer. Foto: Gerhard Thielcke

Werden sie auf beiden Seiten des Flusses angelegt, vertieft sich die Flusssohle. Werden sie - wie hier - nur auf einer Seite gebaut, erodiert die Strömung auf der gegenüberliegenden Seite das Ufer.

Aach und Altarm. Foto: Gerhard Thielcke
Aach und Altarm

Zur Beschleunigung dieses Vorgangs lassen die Wasserbauer dieses Ufer gegenüber den Buhnen aufweiten. Buhnen und Aufweitungen sind Initialzündungen zum Mäandrieren. Um Häuser von Hausen bei Hochwasser nicht zu gefährden, wird am Ende dieses 2,5 Kilometer langen Abschnitts eine 250 Meter lange Flussschlinge mit einem Sedimentfang gebaut, der ungefähr alle fünf Jahre ausgebaggert wird.

Der bisherige Fluss wird zu einem durchströmten Altarm umgebaut. Kosten: 398.000 Euro. Davon kamen 40.000 Euro vom Regierungspräsidium Freiburg, 66.000 Euro von der Gewässerdirektion Rottweil und 10.000 Euro vom BUND.

Die hier angeführten Kosten sind in dem Unterpunkt Kosten nicht enthalten.



Foto: eyewire, Fotalia.com
Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

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Kai-Steffen Frank
Fon 07732 1507-16
kai-steffen.frank@bund.net

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