Die im Weißbuch Wald genannten Forstbetriebe und Einzelmaßnahmen zeigen: Nachhaltige Waldwirtschaft und Waldnaturschutz sind vereinbar. Ein Ziel der neuen BUND-Broschüre ist es, diese guten Beispiele bekannt zu machen und zur Nachahmung anzuregen.
Nachhaltige Waldwirtschaft braucht finanzielle Mittel
Der Staat muss mehr Mittel zur Verfügung stellt, damit angebotene Förderungen von Naturschutzmaßnahmen im Privat- und Kommunalwald ausreichend bedient werden können. Vor dem Hintergrund der Umsetzung von europäischen Richtlinien (Natura 2000) zum Schutz von gefährdeten Lebensräumen und Arten, wie dem auf altes und totes Holz angewiesenen Hirsch-, Juchtenkäfer und Alpenbock, ist dies ein absolutes Muss.
Aus Sicht des BUND ist es nicht nachvollziehbar, dass durch Verwaltungsreformen viele Stellen im Staatsforst gestrichen wurden und weitere künftig nicht mehr besetzt werden. Dadurch geht viel Kompetenz verloren, zugleich wurden die Reviere stark vergrößert. Eine nachhaltige Waldwirtschaft erfordert qualifizierte WaldarbeiterInnen und RevierleiterInnen sowie und überschaubare Forstreviere. Nur so können die Forstbediensteten dafür sorgen, dass der bewirtschaftete Wald seine ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktionen erfüllt.
Das Internationale Jahr der Wälder 2011 bietet die große Chance, falsche Weichenstellungen zu korrigieren.