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Zukunftsbahn statt Straßenwahn in Baden-Württemberg

Bild: BUND

In Baden-Württemberg sollen immer noch tausende Kilometer Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen für Millionen von Euro an Steuergeldern neu- oder ausgebaut werden. Allein zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) wurden von der Landesregierung insgesamt 424 Fernstraßenprojekte mit einem Finanzvolumen von 8-10 Milliarden Euro angemeldet. Dabei stehen schon heute einem luxuriös ausgebauten Netz von 28 000 Kilometer überörtlicher Straßen in Baden-Württemberg nur 4 300 Kilometer Schienenwege, zum Teil in schlechtem Zustand mit Langsamfahrstellen, gegenüber. Auch der seit Jahren geplante Ausbau von Haupttrassen kommt nur im Schneckentempo voran.

Der Straßenbau ist aber keine Lösung für die wachsenden Verkehrsprobleme. Er bringt insgesamt keine Entlastung der Menschen, sondern noch mehr Lärm und Abgase, die unsere Gesundheit ebenso schädigen wie das Klima. Neue und ausgebaute Autobahnen und Fernstraßen lassen den Lkw-Transitverkehr durch Baden-Württemberg weiter wachsen.

Dieser Entwicklungstrend muss umgekehrt werden. Unser Konzept hierfür heißt: Zukunftsbahn statt Straßenwahn. Zukunftsbahn - das ist ein modernes, dichtes und im Takt bedientes Schienennetz mit attraktiven Bahnhöfen und zusätzlichen Haltepunkten sowie zeitgemäßen Güterumschlaganlagen. Siedlungs- und Gewerbegebiete, Einkaufsorte und Freizeitregionen müssen mit dieser Bahn erreichbar sein. Wenigstens 95 Prozent aller Menschen in Baden-Württemberg müssen bequem zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus die Zukunftsbahn erreichen können:

  • Leichte und attraktive Stadt- und Regionalbahnen müssen in den Städten und im Umland attraktive Mobilität garantieren;
  • größere Entfernungen sind mit Regionalbahnen im Stundentakt, in Ballungsräumen öfter, zu bedienen;
  • große Ballungszentren und Metropolen werden in einem modernen Fernverkehrsnetz verbunden.

Das heißt für Baden-Württemberg:

Es geht darum, den Menschen flächendeckend mit den Bahnhöfen und Haltepunkten entgegenzukommen, durch einen integrierten Taktfahrplan für schnelle Anschlüsse zu sorgen, Züge häufiger fahren zu lassen, stillgelegte Bahnstrecken zu reaktivieren, Knotenpunkte und Strecken besser auszubauen sowie Bus- und Bahnfahrpläne optimal aufeinander abzustimmen. Und dies mit modernen und komfortablen Fahrzeugen.



Ihr Ansprechpartner:

Klaus-Peter Gussfeld
Fon 0711 620306-15
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