Wer seine alltäglichen Wege mit dem Fahrrad zurücklegt, bewegt sich mit dem umweltfreundlichsten aller Verkehrsmittel: Das Zweirad produziert keine Schadstoffe, macht keinen Lärm, braucht wenig Platz und ist außerdem gut für Gesundheit und Fitness.
Immerhin sind inzwischen rund zehn Prozent aller Verkehrsteilnehmer Fahrradfahrer. Kein Wunder, denn besonders die Wege in die Innenstädte, die meistens kürzer als fünf Kilometer sind, lassen sich meist schneller mit dem Rad zurücklegen als mit Auto oder Bus und Bahn.
Damit Fahrradfahrer noch sicherer unterwegs sein können, muss sich auch die Politik in das Thema Sicherheit einmischen. Denn zu schmale Radwege auf stark befahrenen Straßen, Falschparker, aber auch Baustellen und die Angst, von Rechtsabbiegern übersehen zu werden halten viele Menschen vom Radfahren ab.
Wie eine zukunftsfähige Verkehrspolitik für Fahrradfahrer aussehen kann, hat der BUND in einem Flyer zusammengestellt:
Nationaler Radverkehrsplan
Auf Bundesebene hat die Politik mit dem Nationalen Radverkehrsplan (NRVP) bereits ein Zeichen gesetzt: Bis 2012 soll hierzulande die Infrastruktur für das Rad aus-, um- und neugebaut werden. Damit werden zumindest die Weichen gestellt, um den Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehrsaufkommen deutlich zu steigern und einen Beitrag für ein fahrradfreundliches Klima zu leisten. Der NRVP formuliert Lösungsstrategien und konkrete Maßnahmen – meist auf Länder- oder kommunaler Ebene – um dieses Ziel zu erreichen. Sie betreffen den Alltagsverkehr, den Fahrradtourismus, die Vernetzung des Fahrrads mit Auto oder Bus und Bahn, und die Koordinierung der Radverkehrsplanung.
Mehr erfahren Sie im Fahrradportal des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwiclung unter www.nationaler-radverkehrsplan.de.
Das Vorbild des NRVP haben die Niederlande bereits erfolgreich umgesetzt: Durch den „Masterplan Fiets“ hat sich der Anteil des Radverkehrs landesweit auf 27 Prozent erhöht.
Das Informationsmaterial des BUND „Informationen für Umweltgruppen zum Nationalen Radverkehrsplan“ finden Sie hier:
Fahrradland Baden-Württemberg
Nicht zuletzt ist es den langjährigen Initiativen der Verkehrs- und Umweltverbände zu verdanken, dass sich die Politik auch in Baden-Württemberg auf den Weg in ein Fahrradland macht. Von 2006 bis 2008 formulierte der "Runde Tisch Radverkehr" konkrete Empfehlungen, wie ein fahrradfreundliches Land gestaltet werden kann. Seit 2009 werden diese Anregungen in einem "Landesbündnis ProRad" gebündelt und koordiniert.