Der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) ist ein Nagetier aus der Familie der Bilche.
Merkmale
Seine Kopfrumpflänge beträgt 10 bis 15 Zentimeter. Der Schwanz erreicht eine Länge von 8 bis 14,5 cm. Die Oberseite ist grau bis braun, die Unterseite weiß gefärbt. Man erkennt den Gartenschläfer an dem schwarzen Augenstreif, den relativ großen Ohren, den kurzen Haaren und der weißen Endquaste am Schwanz.
Verbreitung und Lebensraum
Trotz des Namens ist der wichtigste Lebensraum des Gartenschläfers der Wald. Er kommt aber auch in Obstanbaugebieten vor. Recht häufig kommt er in Südeuropa vor, nach Norden hin ist er seltener zu finden. In den Alpen, im Bayerischen Wald und im Erzgebirge sind Gartenschläfer noch zahlreich anzutreffen, in Norddeutschland werden nur sehr selten Einzelexemplare angetroffen, die offenbar keine reproduktionsfähige Population bilden.
Lebensweise
Der Eliomys quercinus ist hauptsächlich nachtaktiv. Den Tag verschläft er in einem kugelförmigen Baumnest. Nachts begeben sich die Gartenschläfer auf Nahrungssuche. Sie fressen größere Insekten wie Heuschrecken und Käfer, Schnecken, Eier, junge Nestlinge, kleine Mäuse und Spinnen sowie Beeren, Obst und Nüsse wie Eicheln und Bucheckern.
Die Paarungszeit dauert von April bis Juni. Während dieser signalisiert das Weibchen durch lautes Fiepen seine Paarungsbereitschaft. Nach 23 Tagen kommen dann drei bis sieben nackte und blinde Junge zur Welt. Diese öffnen nach rund 18 Tagen die Augen und werden einen Monat lang gesäugt. Nach zwei Monaten werden sie dann selbstständig, aber erst im nächsten Jahr geschlechtsreif. Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa fünf Jahren.
Gefährdung
Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stuft den Gartenschläfer als "gefährdet" ein.