Blühende Obstbäume im Frühling ziehen Insekten an: Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die für die Bestäubung sorgen, Wespen, Schlupfwespen und holzbewohnende Käfer. Sie alle sind ein gefundenes Fressen für viele andere Bewohner der Streuobstwiese wie Vögel und Fledermäuse.
Auch abgestorbene Bäume bergen viel Leben: In hohlen Stämmen nisten Spechte und Eulen. Viele gefährdete Singvogelarten finden in den Kronen der Hochstammbäume Nistmöglichkeiten. Auch die nachtaktiven Garten- und Siebenschläfer fühlen sich in der Obstbaumwiese wohl.
Im Frühsommer und Sommer dient das Gras der Streuostbwiese als Viehfutter.
Im Herbst freuen sich nicht nur die Menschen über die reifen Früchte. Schmetterlinge werden vom süßen Duft des Obstes angelockt. Fallobst ist Nahrung und Lebensraum von Bienen, Wespen, Schlupfwespen, Ameisen und Fliegen. Wegen dieses Insektenreichtums während der Obstzeit wird die Streuobstwiese gerne von Vögeln und Igeln besucht. Auf einem Ostbaum sind bis zu 320 verschiedene Tierarten, außerdem viele Algen, Moose, Pilze und Flechten, vorhanden.
Selbst im Winter bietet die Streuobstwiese noch Futter: Überwinternde Tiere halten sich an, am Baum verbliebenen, Äpfel oder Birnen schadlos oder graben gefrorene Früchte aus dem Schnee aus.