• Biene im Anflug; Bild www.pixelio de; Dachs, Bild: © Dietmar Nill/linnea images

Leben auf mehreren Etagen

Von der Wurzel bis zur Krone bietet ein Obstbaum vielfältige Lebenräume. Im Wurzelbereich leben Garten-Spitzmaus, Feldmaus und Igel, Eidechsen, Blindschleichen, Erdkröten und natürlich Regenwürmer und Nacktschnecken. Der Stamm, mit Algen, Pilzen und Flechten und Moos bewachsen, beherbergt Käfer, Ameisen, Asseln und Holzwespen. In Baumhöhlen und größeren Astlöchern nisten Buntspecht, Gartenbaumläufer, Wendehals, Gartenrotschwanz und Steinkauz. Vor- oder Nachmieter, manchmal auch Konkurrenten bei der Belegung der Nisthöhlen bekommen die Vögel durch Sieben- oder Gartenschläfer oder auch Fledermäuse wie den Großen Abendsegler. In den Baumkronen brüten Singvögel wie Buchfink und Singdrossel. Turmfalke und Mäusebussard nutzen die Bäume als Ansitz bei der Jagd. Die Blätter dienen Insekten und Larven als Nahrung, Jagdrevier und Wohnort.  Auch von Pollen und Nektar der Blüten leben viele Tiere: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge. Auf Apfelbäumen wächst die Laubholz-Mistel, deren Früchte viele Vögel verzehren.  Kirschen, Birnen, Äpfel und andere Früchte sind wichtiger Nahrungsbestandteil vieler Vogelarten, und Fallobst bereichert z.B. den Speiseplan von Igel, Dachs und Reh. 

  • Spätherbst, Bild: BUND; Raureif, Bild: www.pixelio.de

Übers Jahr

Blühende Obstbäume im Frühling ziehen Insekten an: Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die für die Bestäubung sorgen, Wespen, Schlupfwespen und holzbewohnende Käfer. Sie alle sind ein gefundenes Fressen für viele andere Bewohner der Streuobstwiese wie Vögel und Fledermäuse.

Auch abgestorbene Bäume bergen viel Leben: In hohlen Stämmen nisten Spechte und Eulen. Viele gefährdete Singvogelarten finden in den Kronen der Hochstammbäume Nistmöglichkeiten. Auch die nachtaktiven Garten- und Siebenschläfer fühlen sich in der Obstbaumwiese wohl. 

Im Frühsommer und Sommer dient das Gras der Streuostbwiese als Viehfutter.

Im Herbst freuen sich nicht nur die Menschen über die reifen Früchte. Schmetterlinge werden vom süßen Duft des Obstes angelockt. Fallobst ist Nahrung und Lebensraum von Bienen, Wespen, Schlupfwespen, Ameisen und Fliegen. Wegen dieses Insektenreichtums während der Obstzeit wird die Streuobstwiese gerne von Vögeln und Igeln besucht. Auf einem Ostbaum sind bis zu 320 verschiedene Tierarten, außerdem viele Algen, Moose, Pilze und Flechten, vorhanden.

Selbst im Winter bietet die Streuobstwiese noch Futter: Überwinternde Tiere halten sich an, am Baum verbliebenen, Äpfel oder Birnen schadlos oder graben gefrorene Früchte aus dem Schnee aus.



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