110 Apfel-, 28 Birnen-, 49 Pflaumen- und 17 Vogelkirschenhochstämme bildeten den Grundstock der Anlage, weitere 40 Apfel- und Birnenbäume wurden in den folgenden Jahren hinzugepflanzt. In den 1960er Jahren gewann der Anbau von Niederstämmen in Obstplantagen stark an Bedeutung. Der höhere Aufwand für die Pflege der Hochstämme erwies sich als unrentabel - viele traditionelle Obstsorten gerieten dadurch ins Hintertreffen. In der Folge wurde auch die Anlage auf dem Wartenberg nicht mehr intensiv bewirtschaftet.
Bevor die alten Sorten ganz in Vergessenheit geraten konnten, kam es in den 1980er Jahren zur Trendwende: Landwirte entdeckten die Hochstämme neu und pflanzten sie wieder an. Zum einen sollten die blühenden und Früchte tragenden Obstbäume weiterhin Ortsränder, Feldwege und Steilhänge prägen, zum anderen blieben sie ein wichtiger Bestandteil der Landschaftspflege.
Seit 1999 betreut der BUND Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg die Anlage. Unterstützt wird er durch die untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Tuttlingen. Die Gehölze werden weiterhin auf ihre Eignung für Höhenlagen beobachtet. Auch wird mit neuen Obsthochstämmen experimentiert, um das Sortenspektrum zu erweitern.
Die Streuobstwiesen werden von ortsansässigen Landwirten extensiv bewirtschaftet.