Wie kann der Hochstamm-Obstanbau langfristig erhalten werden? Für den BUND Konstanz steht fest, dass diese im Bodenseeraum traditionelle Kulturform nur dann eine Zukunftsperspektive hat, wenn Streuobstwiesen auch wirtschaftlich genutzt werden, etwa durch Beweidung. Außerdem müssen Menschen, die in der Nähe leben, die Obstbestände ernten und die Bäume pflegen. Um dafür günstige Voraussetzungen zu schaffen, betreibt der BUND in Konstanz selbst einige Streuobstwiesen. Neben klassischen Pflegemaßnahmen, die Ehrenamtliche leisten, gibt es rund ums Streuobst viele Aktivitäten und Veranstaltungen. Sie sollen die Bevölkerung auf den Geschmack bringen, damit sie sich für "ihre" Streuobstwiese engagieren.
Vier ehrenamtlich Aktive pflegen die ungefähr 120 Bäume an den verschiedenen Standorten. Die Anwohner werden mit eingebunden. So halfen bei den Pflanzaktionen auch die Bürger der jeweiligen Stadtteile. Im Frühjahr und Herbst werden Baumschnittkurse mit dem Hochstammexperten Konrad Hauser aus Singen angeboten, die vorher in der lokalen Presse angekündigt werden. Ziel ist es, den Menschen das Know-How der Baumpflege zu vermitteln, damit sie selbst die Obstbäume schneiden und pflegen können.