Seit Ende Oktober sind sie wieder da: Die Bekassinen im Naturschutzgebiet Mindelsee. Und in vielen anderen Wiesengebieten an Bodensee, Rhein, Donau und Neckar. Feuchte Vertiefungen in den Wiesen mögen die seltenen Schnepfenvögel besonders, denn hier können sie mit ihren langen Schnäbeln im Boden nach Nahrung stochern. Dieses Sondieren geschieht "blind", denn Würmer und Insektenlarven im Boden ertasten sie mit ihrer Schnabelspitze, rütteln sie im Schnabel nach oben und verschlucken sie, ohne den Schnabel aus dem Boden zu ziehen. Wenn viel Nahrung im Boden ist, können sie bis zu hundertmal von einer Stelle aus in den Boden stechen. Gefriert der Boden, stellen sie ihre Ernährung auf Samen von Seggen und Binsen um. Auf diese Weise überbrücken sie kurze Frostperioden.