Der BUND setzt sich auf vielfältige Weise für eine Landwirtschaft ein, welche die Belange von Natur, Umwelt und Tierschutz berücksichtigt und Landwirten ein gutes Einkommen garantiert. Dabei handeln wir oft im Schulterschluss mit Landwirten. Jüngstes Beispiel: Die Markdorfer Erklärung zur EU-Agrarpolitik, die wir 2010 an Politker auf europäischer, Bundes- und Landesebene richteten.
Warum ist es uns das Engagement für eine andere Landwirtschaft so wichtig? Mit der Industrialisierung der Landwirtschaft begann vor rund 40 Jahren statt des erwarteten Segens eine unheilvolle Entwicklung. Die traditionellen bäuerlichen Betriebe wurden zurückgedrängt. An ihrer Stelle entstanden Tierfabriken ohne Ackerfläche.
Die Folge:
Futter muss importiert und die Gülle entsorgt werden. Die enormen Güllemengen verseuchen das Grundwasser und sind schädlich für das Klima. In Agrarfabriken fristen Tiere ein Dasein unter unsäglichen Bedingungen. Sie dürfen sich zum Beispiel nicht bewegen, um nicht an Gewicht zu verlieren. Den Stress, verursacht durch die nicht artgerechte Haltung, ertragen sie nur mit Medikamenten. Vor allem Antibiotika werden eingesetzt - und landen mit dem Fleisch auf den Tellern der Verbraucher.