So können Sie einen großen Teil des Kohlendioxid-Beitrags Ihres Haushaltes im Jahr berechnen: Starten Sie den C02 Rechner.
Wie wird bisher gehandelt?
Gegen die CO2-Produktion "wirken" z.B. das Kyoto-Protokoll, die CO2-Emissionsbegrenzung für Industrie-Anlagen und Kraftwerke und der CO2-Zertifikatshandel. Doch angesichts der dramatischen Erkenntnisse aus den Berichten des Weltklimarates ist dies zuwenig. Neben der CO2-Reduktion bei Großunternehmen ist im privaten Bereich Energie-Einsparung erforderlich und oft sehr einfach möglich. Anreiz dafür sollten z. B. der eigenverantwortliche Klimaschutz, das Geldsparen, der Ressourcenschutz und auch die Öko-Steuer sein. Für Frankreich wurde berechnet, dass durch sparsameren Energieverbrauch, höhere Effizienz bei deren Nutzung sowie stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien sich der CO2-Ausstoß ohne wesentliche Einschränkung der Lebensqualität von derzeit 6,2 Tonnen bis zum Jahr 2050 auf 2,1 pro Person und Jahr reduzieren ließe.
Was können wir privat tun?
Wenn wir Kindern und Enkeln nicht nur materiell mit Nachhilfe-Unterricht, Sparbuch und Ausbildungsversicherung helfen, sondern auch eine lebenswerte und stabile Umwelt erhalten wollen, müssen wir den Verbrauch fossiler Energie (Heizöl, Gas, Benzin, Diesel) vermindern. Freizeitfahrten im PKW und Urlaubsflüge sind einzuschränken. Die Wärmeisolierung kann an vielen Gebäuden verbessert werden. Energiesparende Lampen kosten zwar mehr als konventionelle Glühlampen, rechnen sich aber längst. Und wir können mehr erneuerbare Energie nutzen. Solarwärme spart klimaschädigende Heizenergie ein. Investitionen z. B. in Fotovoltaik-Anlagen und Windkraftwerke lohnen sich nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell, weil eine angemessene Vergütung per Erneuerbare-Energien-Gesetz auf 20 Jahre abgesichert ist.
Energiespartipps des BUND können Sie online abrufen oder in der BUND-Landesgeschäftsstelle Stuttgart bestellen: Fon 0711 620306-0, bund.bawue@bund.net
Zur Information:
Bei den vorgegebenen Faktoren und indirekten Emissionen kann es sich natürlich nur um Mittelwerte handeln. Ob der Nah- oder der Fernverkehr bei der Bahn benutzt wird, ob Lang- oder Kurzstrecke geflogen wird, wie man sich ernährt oder welches allgemeine Konsumverhalten man aufweist, beeinflusst die persönliche CO2-Bilanz. Und ob der Haushalt unter- oder überdurchschnittlich viele Mitglieder hat (große Haushalte schneiden i. a. besser ab). Um sich zu vergleichen, sind aber diese Mittelwerte praktikabel. Aber im Folgenden ein Beispiel für die indirekten CO2-Emissionen bei unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten berechnet nach der Vorlage des bayrischen Landesamt für Umweltschutz. Regionale Produkte sind rund 10 Prozent besser als das Standard-Supermarkt-Sortiment und die vegetarische Ernährung schneidet um rund 50 Prozent besser ab als eine fleischbetonte (ohne Methan). Und Biolebensmittel sind rund 40 Prozent besser als vergleichbare konventionelle Produkte.