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Ihre persönliche CO2-Bilanz

Flugzeug, Bild: Pixelio.de

Jeder Einwohner Deutschlands trägt im Schnitt mit ca. 11 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr zu den Emissionen dieses bedeutenden Treibhausgases bei. Berechnen Sie mit dieser Vorlage, ob Sie und Ihre Haushaltsmitglieder über- oder unterdurchschnittlich daran beteiligt sind und suchen Sie nach Optimierungsmöglichkeiten zum Schutz des Klimas.

Was wissen wir? Über Fernsehen, Radio und Zeitungen erfahren wir immer häufiger von Naturkatastrophen in vielen Ländern. Wir bemerken ungewöhnlich heftige Stürme, Regen- und Schneefälle, milde Winter sowie extreme Trocken- und Hitzeperioden. Ursächlich dafür ist der massive Ausstoß von Treibhausgasen. In den vergangenen 420 000 Jahren, wahrscheinlich sogar 20 Millionen Jahren, war die Konzentration des Treibhaus-Gases CO2 in der Atmosphäre nie so hoch wie jetzt. CO2, eines der wichtigsten Treibhausgase, entsteht bei der Verbrennung von Öl, Gas oder Kohle, also massiv in den Industriestaaten, und reichert sich in der Atmosphäre an. Zwar erwärmt die Sonne ursächlich die Erde, doch verändert sich mit zunehmender CO2-Konzentration die Wärmeabstrahlung der Erde. Auch in Mitteleuropa wird sich der Klimawandel immer häufiger und stärker auf unser tägliches Leben auswirken. Was können wir uns leisten? Wissenschaftliche Stellen gehen davon aus, dass pro Person und Jahr zwei Tonnen CO2 als noch klimaverträglich akzeptiert werden können. Beispiele für CO2-Emissionen pro Person: USA 20, China 3,5 Tonnen pro Kopf im Jahr 2006 oder 1,2 Tonnen in Indonesien, 0,99 Tonnen in Burkina Faso in 1997.

BUND CO2-Bilanz berechnen, Bild: seraph/photocase

So können Sie einen großen Teil des Kohlendioxid-Beitrags Ihres Haushaltes im Jahr berechnen: Starten Sie den C02 Rechner.

Wie wird bisher gehandelt?

Gegen die CO2-Produktion "wirken" z.B. das Kyoto-Protokoll, die CO2-Emissionsbegrenzung für Industrie-Anlagen und Kraftwerke und der CO2-Zertifikatshandel. Doch angesichts der dramatischen Erkenntnisse aus den Berichten des Weltklimarates ist dies zuwenig. Neben der CO2-Reduktion bei Großunternehmen ist im privaten Bereich Energie-Einsparung erforderlich und oft sehr einfach möglich. Anreiz dafür sollten z. B. der eigenverantwortliche Klimaschutz, das Geldsparen, der Ressourcenschutz und auch die Öko-Steuer sein. Für Frankreich wurde berechnet, dass durch sparsameren Energieverbrauch, höhere Effizienz bei deren Nutzung sowie stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien sich der CO2-Ausstoß ohne wesentliche Einschränkung der Lebensqualität von derzeit 6,2 Tonnen bis zum Jahr 2050 auf 2,1 pro Person und Jahr reduzieren ließe.

Was können wir privat tun?

Wenn wir Kindern und Enkeln nicht nur materiell mit Nachhilfe-Unterricht, Sparbuch und Ausbildungsversicherung helfen, sondern auch eine lebenswerte und stabile Umwelt erhalten wollen, müssen wir den Verbrauch fossiler Energie (Heizöl, Gas, Benzin, Diesel) vermindern. Freizeitfahrten im PKW und Urlaubsflüge sind einzuschränken. Die Wärmeisolierung kann an vielen Gebäuden verbessert werden. Energiesparende Lampen kosten zwar mehr als konventionelle Glühlampen, rechnen sich aber längst. Und wir können mehr erneuerbare Energie nutzen. Solarwärme spart klimaschädigende Heizenergie ein. Investitionen z. B. in Fotovoltaik-Anlagen und Windkraftwerke lohnen sich nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell, weil eine angemessene Vergütung per Erneuerbare-Energien-Gesetz auf 20 Jahre abgesichert ist.

Energiespartipps des BUND können Sie online abrufen oder in der BUND-Landesgeschäftsstelle Stuttgart bestellen: Fon 0711 620306-0, bund.bawue@bund.net

Zur Information:
Bei den vorgegebenen Faktoren und indirekten Emissionen kann es sich natürlich nur um Mittelwerte handeln. Ob der Nah- oder der Fernverkehr bei der Bahn benutzt wird, ob Lang- oder Kurzstrecke geflogen wird, wie man sich ernährt oder welches allgemeine Konsumverhalten man aufweist, beeinflusst die persönliche CO2-Bilanz. Und ob der Haushalt unter- oder überdurchschnittlich viele Mitglieder hat (große Haushalte schneiden i. a. besser ab). Um sich zu vergleichen, sind aber diese Mittelwerte praktikabel. Aber im Folgenden ein Beispiel für die indirekten CO2-Emissionen bei unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten berechnet nach der Vorlage des bayrischen Landesamt für Umweltschutz. Regionale Produkte sind rund 10 Prozent besser als das Standard-Supermarkt-Sortiment und die vegetarische Ernährung schneidet um rund 50 Prozent besser ab als eine fleischbetonte (ohne Methan). Und Biolebensmittel sind rund 40 Prozent besser als vergleichbare konventionelle Produkte.



Foto: eyewire, Fotalia.com
Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

Ihr Ansprechpartner:

Franz Pöter
Fon 0711 620306-16
franz.poeter@bund.net

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