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Die Folgen des Klimawandels - eine globale Katastrophe

In den vergangenen hundert Jahren ist die Temperatur weltweit um 0,7 Grad gestiegen (globale Mitteltemperatur). Die Durchschnittstemperatur liegt in Europa sogar um 0,9 Grad höher als zuvor. Seit Beginn der systematischen Temperaturerfassung 1861, wahrscheinlich sogar seit 1 000 Jahren waren die 1990er Jahre weltweit das wärmste Jahrzehnt; doch das erste Jahrzehnt des 2. Jahrtausends wird diesen Rekord bald brechen, wie die Grafik bereits andeutet.

Baden-Württemberg ist dabei deutlich stärker vom Klimawandel betroffen als viele andere Regionen in Europa. Das belegen Untersuchungen, die das Land initiiert hat:

  • Die Jahresmitteltemperatur ist zwischen 1951 und 2000 - also innerhalb von nur 50 Jahren - um 1,5 Grad gestiegen.
  • Die Anzahl der Tage mit starken Niederschlägen hat sich um elf Tage pro Jahr erhöht. Die extremen Nassperioden im Winter dauern länger.
  • Seit 1951 gibt es immer seltener Tage mit einer geschlossenen Schneedecke, in unteren Lagen um 30 Prozent bis 40 Prozent, in mittleren Lagen um 20 Prozent bis 30 Prozent und in Hochlagen (über 700 Meter) um weniger als 10 Prozent.
  • Das Umweltministerium Baden-Württemberg ist davon überzeugt, dass Südwestdeutschland aufgrund seiner westzyklonalen Wetterlagen besonders von extremen Wetterlagen – und als Folge von Schadensfällen – betroffen sein wird.

Doch statt die umweltpolitischen Herausforderungen anzunehmen und eine nachhaltige Klimaschutzpolitik zu betreiben, verharrt die Landesregierung im Nichtstun.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) geht davon aus, dass der Klimawandel 5 bis 30 Prozent aller Pflanzen- und Tierarten in Deutschland bedroht. Der so genannte "Stern-Report" warnt vor den dramatischen wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Der Report (Stern Review on the Economics of Climate Change ) wurde kurz vor der Weltklimakonferenz 2006 veröffentlicht. Erstellt hat ihn der ehemalige Weltbank-Chefökonom Nicholas Stern im Auftrag der britischen Regierung. Die Kosten für effektiven Klimaschutz beziffert der Report mit nur rund 1 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Dem gegenüber schätzt er die Kosten eines unverhinderten Klimawandels von bis zu 20 Prozent am globalen Brutto-Inlands-Produkt oder umgerechnet knapp 5,5 Billionen Euro pro Jahr bis 2100. Der Report stellt den Klimawandel als gigantisches Marktversagen dar und empfiehlt unter anderem die Einführung von Umweltsteuern, um dem Klimawandel entgegenzusteuern.

  • Der Bericht des IPPC (englische Fassung, 1,3 MB; deutsche Fassung des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhafen, 28 KB) vom 5. Februar 2007 zeigt zudem, dass bis zum Jahr 2100 die globale Durchschnittstemperatur um bis zu 6,4°C steigen könnte, wenn keine Maßnahmen zur Emissionsvermeidung getroffen werden. Dabei gilt lediglich eine Erwärmung um bis zu 2 °C als beherrschbar.
  • Erschreckend sind die Prognosen über das Abschmelzen der Gletscher in den Alpen, der Arktis und auf Grönland. Der mögliche Anstieg des Meeresspiegels von einem halben Meter und mehr wäre eine sehr ernste Bedrohung. 4 Millionen Quadratkilometer Küstenfläche sind von Überflutungen durch steigende Meeresspiegel bedroht und damit die Heimat von einem Zwanzigstel der Erdbevölkerung.

Jeder kann seine persönliche CO2-Bilanz verbessern - zum Beispiel durch klimafreundliches Kochen. Wollen Sie wissen für wie viel CO2-Ausstoß Sie verantwortlich sind? Rechnen Sie es mit dem CO2-Rechner aus.

Informieren Sie sich über die Folgen des Klimawandels für den Naturschutz in Baden-Württemberg.

Hier finden Sie weitere interessante Links zum Thema und Ansprechpartner für Ihre Fragen.



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