Gegenwärtig versuchen weltweit agierende Konzerne wie Monsanto, Syngenta und Bayer, die Agrargentechnik durchzusetzen. Dabei werden Kulturpflanzen fremde Gene eingebaut. Über 70 Prozent der weltweit angebauten genmanipulierten Pflanzen sind resistent gegen bestimmte Herbizide. Das macht sie nicht gesünder oder produktiver. Auch der Verbraucher hat dadurch keine Vorteile. Es hilft lediglich dem Landwirt, größere Flächen mit weniger Arbeitskräften zu bewirtschaften und macht ihn zeitlich unabhängiger beim Spritzmitteleinsatz. Landwirte befürchten aber, dass der Verkauf von Saatgut und Herbizid im Doppelpack sie noch abhängiger von der agrochemischen Industrie machen wird.
Die zweithäufigste Eigenschaft, die Kulturpflanzen eingebaut wird, ist die Resistenz gegen bestimmte Insekten. Diese gentechnisch veränderten Pflanzen produzieren ein Insektengift, das sonst von einem Bodenbakterium produziert wird. Dabei beträgt die Menge, ein Vielfaches dessen, was Landwirte legal einsetzen dürfen.
Die einzigen genmanipulierten Sorten, die bisher in Deutschland zugelassen sind, sind insektenresistente Mais-Sorten, die auf dem Monsanto-Konstrukt Mon 810 basieren. Im Jahr 2007 wurden sie bundesweit auf ca. 2750 ha angebaut – das entspricht etwa der Fläche einer Gemeinde.