Neues Fachgutachten

Nach Prüfung der Urteilsbegründung hat der BUND-Landesvorstand entschieden, sich weiterhin gegen die Fildermesse zu engagieren und das Urteil in nächster Instanz anzufechten. Zunächst musste sich der BUND die Zulassung zur zweiten Instanz erstreiten. Der entsprechende Revisionsantrag wurde vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim genehmigt.

In das Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof hat der BUND ein neues Fachgutachten renommierter Naturschutzexperten eingebracht. Das Gutachten unterstreicht erneut die bereits vorgetragene Kritik und kommt zu dem Ergebnis, dass die Planung der Landesmesse erhebliche Mängel im Naturschutz aufweist. Die Expertise bewertet zum Beispiel die Erhebung des Tierbestandes als so mangelhaft, dass die Daten für die Messeplanung nicht zu verwenden seien. Nach Auffassung der Gutachter sind auch die von den Messeplanern vorgesehenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen völlig unzureichend. "Aufgrund der naturschutzfachlichen Mängel ist der Planfeststellungsbeschluss rechtswidrig und damit auch das Urteil des VG Stuttgart fehlerhaft", fasst der damalige BUND-Landesgeschäftsführer Michael Spielmann zusammen: "Wir sind optimistisch, dass der VGH zumindest eine Umplanung der Messe und zusätzliche Ausgleichsmaßnahmen vorschreiben wird."



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