K.O.-Kriterium für die Fildermesse

Die Planung für das Streitobjekt Landesmesse beginnt 1993. Der Bau soll den Messestandort Stuttgart von einem Mittelfeld in der Messebundesliga in die Champions League katapultieren. Dafür sollen für etwa 800 Mio. Euro mehr als 100 Hektar wertvollste Ackerböden verschwendet werden. Alternativstandorte werden nie ernsthaft geprüft, Einwände vom Tisch gewischt, ein - nach Ansicht des BUND verfassungswidriges - exklusives Landesmessegesetz von der Landesregierung verabschiedet. Belange des öffentlichen Verkehrs bleiben unberücksichtigt.

Das "K.O.-Kriterium" für die Fildermesse hätte nach Ansicht des BUND allein schon der Bodenschutz sein müssen. Große Teile der fruchtbarsten Ebene Deutschlands sollen dafür versiegelt werden. "Die komplexen biologischen Funktionen der betroffenen fruchtbaren Lößlehmböden auf den Fildern sind definitiv nicht wiederherstellbar. Insbesondere im hoch belasteten Ballungsraum Stuttgart haben diese Böden einen unersetzlichen Wert, da sie Schadstoffe puffern und filtern - sie sind sozusagen die Nieren der Region."



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