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Nur elf Hektar werden ausgeglichen

Nach der Analyse des BUND ziehen die unvollständigen und fehlerhaften Erhebungen eine unzureichende Ausgleichsbilanz und -planung nach sich. Zudem wurden die vorgelegten Ausgleichsmaßnahmen des Planungsträgers deutlich überbewertet. "Die Landesmesse müsste – richtig gerechnet – einen Ausgleich für den Lebensraumverlust von 90 Hektar Land zur Verfügung stellen. Der Planfeststellungsbeschluss sieht aber lediglich elf Hektar vor", rechnet der BUND vor. Das Land kann den Eingriff in Natur und Landwirtschaft nicht kompensieren, weil die Gegend um den Flughafen bereits so zugebaut ist, dass es nicht genügend Flächen gibt.

Auch das Ausgleichskonzept ist an vielen Stellen methodisch falsch und ignoriert naturschutzfachliche sowie ökologische Grundlagenkenntnisse. Dies gilt vor allem für die so genannten Trittstein-Biotope als Ausgleichsmaßnahme für das Rebhuhn. Das vom Planungsträger als Beleg angeführte Rebhuhn-Modellprojekt in der Zülpicher Börde (NRW) muss angesichts neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse als gescheitert angesehen werden. Es gibt also überhaupt keine verwertbaren Erkenntnisse zur Effizienz der vorgelegten Maßnahmen im Hinblick auf die langfristige Erhaltung bzw. sogar Steigerung des Rebhuhnbestandes.



Foto: eyewire, Fotalia.com
Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

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