Eine dreijährige Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover ergab, dass sich Wildtiere durch Windräder nicht stören lassen. Im Gegenteil: Die Pflanzenwelt rund um die Anlagen wird gerne durch die Wildtiere als zusätzlicher Lebensraum genutzt.
Auch aus Baden-Württemberg liegen keine besorgniserregenden Erkenntnisse vor: Heimische Vögel lassen sich scheinbar von Windrädern nicht stören.
Und massenhaften Vogelschlag gibt es an Windrädern auch nicht zu verzeichnen. Experten gehen von 0 bis 40 Vögel pro Anlage und Jahr aus, im Schnitt scheinen es etwa 0,5 Vögel pro Anlage und Jahr zu sein. Bei 17 500 Anlagen wären das 8 750 Vögel.
Zum Vergleich: Man geht davon aus, dass jeweils ca. 5 – 10 Millionen Vögel im Straßenverkehr und an Hochspannungsmasten pro Jahr in Deutschland sterben.
Windräder, die auf bekannten Rastplätzen von Zugvögeln errichtet werden, sind dort jedoch genauso fehl am Platze wie ein Aussiedlerhof oder ein Gewerbegebiet. Durch eine entsprechende Planung sind diese Gebiete von solchen Nutzungen auszuschließen.