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Klimaschutz – ganz privat

Baden-Württemberg ist spitze – leider auch im Energie verbrauchen. Bisher hat das Land für den Klimaschutz nichts erreicht, im Gegenteil: Im Vergleich zum Basisjahr des Kioto-Protokolls (1990) sind die Klima schädigenden Emissionen noch weiter angestiegen. Die baden-württembergischen Privathaushalte sind dabei eine bedeutende Quelle für Klimagase. So stammt mehr als jede fünfte Tonne des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) von dort. Der BUND gibt Anregungen für einen Energie sparenden Alltag:

59 Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Energie

Im Schnitt entfällt auf jeden Bundesbürger pro Jahr ein Energieverbrauch von 48 000 Kilowattstunden (kWh, hier Primärenergie). Mit z. B. 48 000 kWh Strom (hier Endenergie) könnte man 3,3 Millionen Tassen Kaffee kochen oder 500 Elf-Watt-Energiesparlampen ein Jahr lang leuchten lassen. Durch unseren Energieverbrauch stoßen wir unter anderem elf Tonnen CO2 pro Jahr und Einwohner aus. CO2 ist ein Gas, das für den Treibhauseffekt mitverantwortlich ist. Der weltweite Durchschnitt liegt bei rund 3,8 Tonnen. Klimaverträglich wäre rund eine Tonne CO2 jährlich pro Kopf. Raumwärme, Warmwasser, Strom und Mobilität (= direkter Energieverbrauch) ist für eine Hälfte unseres CO2-Ausstoßes verantwortlich. Die andere Hälfte entfällt auf Konsumgüter, Lebensmittel und die Allgemeingüter (Straßen, Schulen etc.).

Durchschnittler CO2-Rucksack
Unser durchschnittlicher CO2-Rucksack ist 11 Tonnen schwer.

In den vergangenen Jahrhunderten ist nicht nur unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen gewachsen, sondern auch die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. In der vorindustriellen Zeit betrug der CO2-Anteil rund 280 parts per million (kurz: ppm = Teile pro Million). Heute sind es bereits ca. 380 ppm. Wenn sich der gegenwärtige Trend fortsetzt, prognostiziert der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) im Weltklimabericht 2007, dass die CO2-Konzentration bis zum Ende dieses Jahrhunderts 700 ppm überschreiten könnte. Laut IPCC könnte dies zu einer globalen Erwärmung um 1,1 bis 6,4 °C, extremen Wettersituationen und enormen Schäden an den Ökosystemen führen. Um dies zu verhindern, müssen wir alle unseren CO2-Rucksack leichter machen. Vielfältige Tipps, wie Sie Ihren CO2-Rucksack um ein paar Tonnen erleichtern und auch noch Geld dabei sparen können, erhalten Sie in der Broschüre "59 Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Energie". Die Tipps gliedern sich in die Bereiche:



Ihr Ansprechpartner:

Franz Pöter
Fon 0711 620306-16
franz.poeter@bund.net

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