Elektrosmog

Mobilfunksender tragen zur Elektrosmogbelastung bei. Bild: photo 5000/ fotolia.com

 

Auf der Erde gibt es natürliche elektrische und magnetische Felder. Sie haben sich über Jahrtausende hinweg kaum verändert. Sie üben für die Gehirn- und Herzaktionsströme des Menschen eine lebenswichtige Funktion aus, auch manche Tiere wie Vögel und Fische orientieren sich an ihnen. Damit zählen diese Felder zu den natürlichen Lebensgrundlagen, die in Deutschland laut Verfassung geschützt werden müssen. Innerhalb nur einer Generation haben jedoch künstliche Felder die natürlichen massiv und dauerhaft überlagert. Künstliche Felder treten vor allem in besiedelten Räumen auf. Ihre Strahlungen übersteigen bei weitem die der natürlichen Felder.

Solche künstlichen elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder (EMF) bezeichnet man als Elektrosmog. Sie werden verursacht durch Mobilfunk-, Radio- und Fernsehsendeanlagen, Handys, schnurlose Telefone und Internet, aber auch durch andere Elektrogeräte im Haus oder durch Stromleitungen. Immer häufiger sind wir dem Einfluss von künstlichen elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Meist sind wir uns dessen jedoch nicht bewusst.

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, viele Berichte und Beobachtungen an Menschen, Tieren und Pflanzen sowie Studien zur Häufigkeit bestimmter Krankheiten, die Elektrosmog als Ursache für gesundheitliche Probleme ausmachen. Eindeutige Beweise sind jedoch selten. Dies scheint kein Zufall zu sein, gerade im Mobilfunkbereich spielen wirtschaftliche Interessen eine große Rolle. Das vom Bundesumweltministerium initiierte Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm, das von 2002 bis 2008 zahlreiche Forschungsvorhaben zu Mobilfunk durchführte, wurde durch die Mobilfunkbetreiber mitfinanziert. Und auch der Staat kann nicht als vollkommen neutral bezeichnet werden: Durch den Verkauf von Lizenzen an die Mobilfunkbetreiber wurden Milliarden eingenommen.   

Aus Sicht des BUND ist es überfällig, hier gerade wegen der noch unsicheren wissenschaftlichen Erkenntnisse das Vorsorgeprinzip anzuwenden und die gesetzlichen Grenzwerte zu senken.

 

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