BUND-Projekt Biotopverbund Offenland

Das Bild zeigt Hecken, die den Rand einer Ackerfläche säumen und Grünflächen verbinden.
Vernetzte Landschaft (Foto: BUND BW/A. Sattelberger)

In dem vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) geförderten Modellprojekt "Biotopverbund Offenland" zeigt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e. V. am Beispiel von zwei Kommunen, wie dauerhafte Verbindungen zwischen artenreichen Biotop-Inseln im Offenland geschaffen werden können. Beispiele für solche Verbindungen sind Blühstreifen und Staudensäume. Zudem werden Maßnahmen gefördert, welche die Landschaft für Offenlandarten besser durchwanderbar machen, etwa indem Wiesen extensiviert und Waldränder aufgelichtet werden. „Offenland“ meint unbesiedelte und nicht von Wald bestandene Landschaftsbereiche, wie Acker- und Grünland, Raine und Brachen, Heiden und Moore, Streuobstwiesen, lichte Trockenwälder oder Uferzonen von Stillgewässern. Hier leben Wechselkröte, Ameisenbläuling, Neuntöter, Gartenrotschwanz, Laubfrosch, Sandbiene und viele mehr.

Was wollen wir erreichen?

  • Geeignete Lebensstätten für wildlebende Tier- und Pflanzenarten im Offenland schaffen.
  • Biotopverbundflächen möglichst langfristig sichern.
  • Wege für die erfolgreiche Umsetzung des Biotopverbunds in zwei Modellkommunen erproben und die Ergebnisse landesweit verbreiten.
  • Mit Ausstellungen, Presseartikeln und Tagungen die Öffentlichkeit informieren.

Wen wollen wir erreichen?

Der Biotopverbund auf kommunaler Ebene erfordert das Mitwirken vieler Akteure, beispielsweise von:

  • Gemeindeverwaltungen und Gemeindegremien;
  • Unteren Naturschutz-, Forst- und Landwirtschaftsbehörden;
  • Verbänden, wie zum Beispiel einem Landschaftserhaltungsverband, einem Regionalverbandoder von Naturschutzverbänden;
  • Ehrenamtlichen Aktiven, etwa von Naturschutzbeauftragten;
  • Landwirtinnen und Landwirten;
  • Bürgerinnen und Bürgern.

Das Projekt "Biotopverbund Offenland" knüpft an die Erfahrungen und Erfolge des BUND Baden-Württemberg an, z. B. an den Naturschutzschwerpunkt "Schmetterlingsland Baden-Württemberg" oder an das Projekt "Wildkatzensprung". Auf Bundesebene ist es dem BUND im Wesentlichen zu verdanken, dass das Grüne Band entlang der ehemaligen Grenzlinie zwischen BRD und DDR in weiten Teilen als"Nationales Naturerbe" gesichert wurde und sogar Eingang in das Bundesnaturschutzgesetz gefunden hat.

Das Projekt "Biotopverbund Offenland" wird gefördert durch:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft