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Schutzgebiet statt Auto-Rennstrecke

Der BUND wehrt sich gegen die Übernutzung des Waldes; Bild: www.pixelio.de

Die Ankündigung des Abzugs der Bundeswehr nach über 100 Jahren Manöverbetrieb wurde von vielen Menschen als existenzielle Bedrohung angesehen. Der Truppenübungsplatz war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der dünn besiedelten Region. Unmittelbar nach Ankündigung des Abzugs wurden viele Vorschläge  entwickelt, was mit dem „frei“ werdenden Gelände angefangen werden könnte. Die Palette reichte vom Bau einer Autorennstrecke über die Ansiedlung eines Freizeitparkes und Gewerbeansiedlungen bis hin zum Bau einer Straße quer durch den Platz als Anbindung an die Autobahn Stuttgart-München.

 

Tourismus: Nachhaltig und sanft statt laut und lärmend

Durch umfangreiche Überzeugungsarbeit, aber auch vor dem Hintergrund der einmaligen ökologischen Bedeutung des Gebietes, konnte erreicht werden, dass der ehemalige Truppenübungsplatz weitgehend geschützt bleibt. Die touristische Erschließung bleibt auf die Öffnung einzelner Wege und Türme beschränkt. Durch gelegentliche, wohl geplante Befahrungen des Platzes mit Raupenfahrzeugen oder künstliches Abflämmen versuchen die Fachleute der BImA (Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten = Eigentümerin des Platzes), die jahrzehntelange Nutzung nachzuahmen, um das Überleben auf entsprechende Lebensräume spezialiserte Tier- und Pflanzenarten zu sichern.

 

Kernzonen: Wenige große statt viele kleine

Insbesondere die Vielzahl kleiner und kleinster Kernzonen sowie deren Bedrohung durch Forstwirtschaft, Jagd und Wege war und ist während des Entstehungsprozesses ein laufender Konfliktpunkt. Nachdem die Größe der Kernzonen zum Zeitpunkt der Ausweisung an der Untergrenze der UNESCO-Kriterien liegt, sieht der BUND gute Chancen, dass die Kernzonen im Lauf der nächsten Jahre noch erheblich ausgeweitet werden. Bevorzugt könnte hierbei Staatswald einbezogen werden.



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Naturerbe Truppenübungsplatz

Die Fotos unseres BUND-Mitglieds Günter Künkele sind aus diesem Buch des Silberburg-Verlags entnommen.

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