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Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK)

Um den nuklearen Brennstoffkreislauf in Deutschland zu schließen, wurde die WAK von 1967 bis 1970 als Pilotanlage wenige Kilometer nördlich von Karlsruhe errichtet. Bis zur endgültigen Einstellung des Betriebs im Jahre 1991 wurden rund 200 Tonnen bestrahlter Brennstoff aufgearbeitet und etwa eine Tonne Plutonium abgetrennt. In dieser Zeit fielen ca. 60 Kubikmeter hochradioaktive Flüssigabfälle an, die nun aufwendig – und für viel Geld – in einer eigens entwickelten Anlage verglast werden müssen.

 

Die Kosten für den Rückbau zur „Grünen Wiese“(Begriff in der Stadtplanung für besiedlungsfähige Flächen), ursprünglich auf 1,9 Milliarden DM beziffert, schätzt man inzwischen auf 2,6 Milliarden Euro. Weil die Betreiber – die Energiekonzerne – ihre Kosten von vornherein auf 550 Millionen Euro begrenzt haben, müssen die Steuerzahler die riesigen Mehrkosten tragen.

 

In der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe lagerten bis September 2009 noch ca. 60 m³ hochradioaktiver Flüssigabfall (HAWC) aus der Wiederaufarbeitungszeit. Zur endlagergerechten Konditionierung des HAWC wurde die Verglasungsanlage VEK errichtet. Durch die Verglasung wird der flüssige Abfall in eine feste, transport- und lagerbeständige Form überführt. Die Radioaktivität der Betriebsabfälle ist damit aber nicht beseitigt. Bis zum Jahr 2023 soll der Rückbau bzw. Abriss abgeschlossen sein, sodass dort wieder eine "Grüne Wiese" ensteht.


 

 

Die Störfälle im Überblick:

 

 



Foto: eyewire, Fotalia.com
Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

Ihr Ansprechpartner:

Franz Pöter
Fon 0711 620306-16
franz.poeter@bund.net

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