In den USA ist Atomstrom kaum um stritten und der Anteil an der Stromversorgung ist mit 20 Prozent geringer als in Deutschland. Seit Jahrzehnten ist kein neues Kraftwerk mehr gebaut worden, neuerdings gilt jedoch mehr Atomstrom wegen der geringen CO2 Emission als Teil einer Strategie gegen die Erderwärmung.
Die Suche nach einem oder mehreren Endlagern ist kompliziert, weil neben dem verbrauchten zivilen Brennstoff auch Atomabfälle aus dem militärischen Bereich entsorgt werden müssen. Andererseits ist sie Suche einfacher als in Deutschland, da es mehr dünn besiedelte Gebiete gibt. Seit gut 20 Jahren galten die Yucca-Berge in Nevada als geeignetes Endlager. Rund 13 Milliarden Dollar wurden für Erforschungen und Ausbau der Anlage ausgegeben Unter George W. Bush hieß es, die USA würde dort das weltweit erste genehmigt Endlager haben. Doch im März 2009 stoppte Steven Chu, Energieminister der neuen Regierung unter Barack Obama, den Ausbau und ordnete die Suche nach einer Alternativen an. Der Abfall aus den 104 Reaktoren wird bisher in mehr als hundert Zwischenlagern in der Nähe aufbewahrt.