In Japan kam es im März 2011 zum nach Tschernobyl bis heute schlimmsten AKW-Unfall in der Geschichte. Nach einem verheerenden Tsunami, ausglöst durch ein Seebeben vor der Ostküste Japans am 11.05.2011, kommt es im AKW Fukushima zu mehreren Wassestoffexplosionen und stark erhöhten Starhlungswerten. Diese Ereignisse entwickeln sich im Laufe von einer Woche zu einem Super-GAU, dem am schlimmsten anzunehmenden Unfall in einem AKW.
Tausende Mensche müssen evakuiert werden und die Gegend um das AKW wird verstrahlt. Noch immer kämpft der Betreiber und die japanische Regierung gegen die Folgen an, und das AKW entlässt Strahlung an die Umwelt.
Bis zum Zeitpunkt des Unfalls war Japan eine eindeutige "Pro-Atom-Nation". Durch die schwierigen geologischen Gegebenheiten, boten sich AKW als vermeintlich sichere Energiequelle an. Allerdings hat die japanische Regierung bekannt gegeben, alle Pläne für den Ausbau der Atomkraft aufgegeben zu haben. Der Widerstand ist in Japan deutlich angewachsen, zu Demonstrationen in Tokio sind schon mehrere tausend Menschen gekommen.
In Japan gibt es derzeit 55 Atomkraftwerke, und ein oberirdisches Zwischenlager für schwach radioaktive Abfälle. Es ist fraglich, wie Japan in Zukunft mit der Atomenergie umgegen wird und das Endlagerproblem gelöst werden soll, zumal Japan durch die hohe Erdbebengefahr vor einem doppelten Risiko steht: 1. Wohin mit dem Atommüll, ohne dass Menschen oder Umwelt gefährdet werden? 2. Wie schützt man das Endlager gegen Einstürze etc. durch Erdbeben?