In Schweden wurde der Atomausstieg nach der Katastrophe in Tschernobyl der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Allerdings hat die konservative Regierung den Wiedereinstieg durchgesetzt. Die Begründung: Klimaschutz! Offenbar hat die Regierung dabei die öffentliche Meinung hinter sich.
Ein Zwischenlager für radioaktive Abfälle gibt es seit 1985 in der Nähe des Akw Oskarshamm in Forsmark. Seit diesem Sommer gibt es auch einen Standort für ein unterirdisches Endlager. Es soll ebenfalls in Forsmark errichtet werden und erfreut sich dort großer Zustimmung. Schwedische Gemeinden haben sich freiwillig als mögliche Standorte gemeldet, Am Ende wurde dann Oskarshamm ausgewählt, da es dort schon mal ein Testendlager gab. Für 12 000 Tonnen abgebrannte Brennstäbe wird in 500 Metern Tiefe im Felsgestein eine auf 100 000 Jahre unzugängliche Lagerstätte gebaut. Das Endlager soll 2020 in Betrieb genommen werden. Schweden betreibt drei Akws mit insgesamt zehn Reaktoren.