11. März: Der Kraftwerksbetreiber wurde vom Hersteller von Steuerelementen darüber informiert, dass an einer Fertigungsserie dieser Elemente eine Maßabweichung festgestellt wurde. Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).
12. März: Im Rahmen einer planmäßigen monatlichen wiederkehrenden Prüfung am 12.03.2009 öffnete beim Starten eines Notstromdiesels einer von zwei vorhandenen Schaltern zwischen der Notstromverteilung und der Hauptverteilung nicht. Diese Schalter haben im Notstromfall die Aufgabe, zum Schutz der Notstromaggregate die Notstromverteilung von der Hauptverteilung zu trennen. Als Ursache wurde eine fehlerhafte elektronische Baugruppe festgestellt. Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).
29. April: Bei einer planmäßigen monatlichen wiederkehrenden Prüfung kam es am 29.04.2009 zu einem Startversagen eines Notstromdiesels. Ursache dafür war ein defektes Druckventil in der Schmierölversorgung des Motors. Dies führte zum Eindringen von Schmieröl in verschiedene Zylinder und damit zum Startversagen des Notstromdiesels. Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).
20. Mai: Bei einer routinemäßigen Inspektion der Kernsprühpumpe am 20.05.2009 wurden defekte Schrauben an den Inneneinbauten der Pumpe (Leitapparat) festgestellt. Die Anlage befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Jahresrevision. Das Kernsprühsystem ist Bestandteil des Sicherheitssystems. Es hat die Aufgabe, nach einem Störfall mit Kühlmittelverlust Wasser in den Reaktordruckbehälter zu fördern. Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).
9. Juni: Bei einer Begehung zum Ende der Revisionsarbeiten wurde an einer Druckmessleitung (Innendurchmesser 15 mm) eine Tropfleckage festgestellt. Mit der Messung wird der Druck in der Kühlleitung eines Notstromdieselaggregats im Unabhängigen Sabotage- und Störfallschutzsystem (USUS-System) überwacht. Das USUS-System dient zur Not- und Nachkühlung in speziellen Störfällen. Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).
26. Juni: Bei einer planmäßigen monatlichen wiederkehrenden Prüfung (WKP) kam es am 26.06.2009 zu einem Startversagen eines Notspeisediesels. Ursache hierfür war ein mechanischer Defekt am Hauptanlassventil. Basierend auf Korrosionsbefunden an Steuerelementen in anderen Kernkraftwerken wurden Untersuchungen an Reserve-Steuerelementen, die bisher noch nicht eingesetzt waren, im Hinblick auf Fertigungsmängel durchgeführt. An einem Steuerstab wurden Anzeichen von Korrosion festgestellt. Beide Vorfälle gehören in die Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).
29. Juni: Bei der Wiederinbetriebnahme des Reaktorwasserreinigungssystems während des Wiederanfahrens der Anlage kam es durch eine Durchflussüberhöhung zur Anregung eines Reaktorschutzsignals. Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).
7. Juli: Bei Wartungsarbeiten in der Revision 2009 wurde die elektrische Eigenbedarfsversorgung der Anlage von der Fremdstromversorgung (temporäre elektrische Ersatzversorgung während der Revision) auf Normalstromversorgung zurückgeschaltet. Durch einen Fehler in einem Kuppelschalter wurde die Umschaltung nicht korrekt ausgeführt. Dies führte zum automatischen Start des dazugehörigen Notstromdieselaggregates. Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).
8. Juli: Aufgrund von Befunden in einem anderen deutschen Kernkraftwerk wurde in der Anlage Philippsburg 2 in der Revision eine Sonderprüfung von Rohrleitungen, die zum Absaugen von Leckagen an Dichtungen der Hauptkühlmittelpumpe dienen, durchgeführt. Dabei wurden an je einer Rohrleitung von zwei Hauptkühlmittelpumpen wanddurchdringende Risse festgestellt. Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).
15. Juli: Bei einer planmäßigen Wiederkehrenden Prüfung (WKP) erreichte ein Notstromdieselaggregat bei der Belastungsstufe 110 % nicht seine spezifizierte Leistung von 3,1 MW, sondern nur 3,05 MW. Mit jedem weiteren Start verringerte sich die maximale Motorleistung. Ursache hierfür war ein fehlerhafter Motorregler, der die Kraftstoffversorgung des Diesels steuert. Kategorie N (Normalmeldung) und INES 0 (keine oder sehr geringfügige sicherheitstechnische Bedeutung).