Die Lockstock-Aktion im Rückblick
Erstmalig führte der BUND die Lockstock-Aktion im Raum Baden-Baden im Winter 2007/2008 durch. Mit dem Ergebnis, dass sich mindestens eine Wildkatze in dieser Region aufhielt. 2009/2010 hat der BUND das Untersuchungsgebiet um die Landkreise Esslingen, Rastatt, Ravensburg und Rems-Muhr-Kreis erweitert. Zu den mit Lockstöcken beprobten Gebieten gehörten hauptsächlich die Rheinauen des Mittleren Oberrheins, Wälder in Oberschwaben und dem Westallgäu, das westliche Schwäbische Albvorland sowie Wälder im Kraichgau. Untersuchungen wurden auch im Schurwald, Welzheimer Wald und Schwäbisch Fränkischen Wald durchgeführt.
Die Gebiete, die sich für das Vorkommen der Wildkatze und damit zur Untersuchung eignen, sind mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg abgestimmt, die die Aktion auch methodisch betreut.
In der Saison 2009/2010 führten unsere ehrenamtlichen Helfer über 1100 Kontrollen durch und schickten knapp 70 Haarproben an die FVA in Freiburg.
Davon waren 16 positiv! Die Sensation gelang den fleißigen Ehrenamtlichen im Kreis Esslingen. Mithilfe ihrer gesammelten Proben konnte eine Wildkatze auch in diesem Gebiet eindeutig nachgewiesen werden, in dem seit Jahren keine Wildkatze mehr gemeldet worden war! Ganze 11 der restlichen positiven Proben kamen allein aus dem Untersuchungsgebiet der Rheinauen bei Karlsruhe. Das Vorkommen von Wildkatzen in Baden-Württemberg war somit eindeutig nachgewiesen.
Die folgende Karte stellt einen Zwischenstand aller Untersuchungen von BUND, FVA und der Wildforschungsstelle in Aulendorf dar.