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Die Vision

Um das Überleben der Wildkatze in unserer Landschaft zu sichern, bedarf es eines Rettungsnetzes. Der BUND bemüht sich schon seit mehr als 20 Jahren um den Schutz der Wildkatze. Wichtige Projekte sind dabei die erfolgreiche Wiederansiedelung von Wildkatzen im Vorderen Bayerischen Wald, Spessart und Steigerwald durch den bayerischen Landesverband Bund Naturschutz sowie das 2004 ins Leben gerufene Projekt „Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“. Um eine länderübergreifende Vernetzung von Waldlebensräumen zwischen Thüringen, Bayern (BN) und Hessen engagieren sich die BUND- Landesverbände gemeinsam. Sie werden dabei  gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF)

Weitere BUND-Informationen über das Projekt "Ein Rettungsnetz für die Wildkatze" finden Sie auf der Wildkatzen-Internetseite oder beim BUND Bundesverband.

Mit dem Projekt "Rückkehr auf leisen Sohlen – Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“ wird erstmalig in Deutschland ein Verbund von Waldlebensräumen in dieser Größenordnung umgesetzt. Die Wildkatze steht in diesem Projekt stellvertretend für andere Waldarten. Anhand der Entwicklung der Wildkatzenbestände soll die erfolgreiche Wiedervernetzung gemessen werden.

Wildkatzenwegeplan, Quelle: Klar, Nina (2007)

Auch der BUND Baden-Württemberg hat sich 2006 auf die Spurensuche der Wildkatze begeben. Wie eine Studie zeigt, hat die Wildkatze gute Möglichkeiten, in den Wäldern Baden-Württembergs wieder heimisch zu werden.

Die Auswertung von Karten auf Basis der Habitatansprüche von Wildkatzen ergab, dass vor allem im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb geeignete Naturräume vorhanden sind. Mit einem langfristigen Vorhaben „Von der Pfalz auf die Alb“ ist der Landesverband dem „Rettungsnetz Wildkatze“ beigetreten.

Drei Säulen tragen das Rettungsnetz

Kartierung: Ziel der Kartierungen ist es, die Räume festzulegen, in denen die geplante Waldvernetzung erfolgen kann. Grundlage dafür ist die Erfassung und die Darstellung von bestehenden Wanderstrukturen. Vorhandene Vernetzungslücken sollen durch geeignete Maßnahmen geschlossen werden.

Korridor: Basierend auf den Vorschlägen der Kartierung soll zwischen den Vogesen und dem Pfälzerwald ein Wanderkorridor entstehen. Ziel ist es, die Wildkatze wieder in allen für sie geeigneten Wäldern, auch denen Baden-Württembergs, heimisch werden zu lassen. In dem reich strukturierten Lebensraum werden sich auch andere Tier- und Pflanzenarten des Waldes ansiedeln können.

Kontrolle: Der Erfolg wird mit Hilfe des Wildkatzen-Monitorings zur Wiederbesiedelung der Wildkatze in Baden-Württemberg kontrolliert, die Gen-Datenbank soll weiter ausgebaut werden. Hierbei soll überprüft werden, in wieweit sich die Wildkatze im Projektgebiet genetisch mit der Hauskatze (Felis s. lybica f. catus) mischt. Davon können Kriterien zur Effizienz der Vernetzung abgeleitet und der Erfolg der Vernetzung überprüft werden.

Gelingen kann ein solches Vorhaben nur, wenn auch ein Netz zwischen Mensch und Natur gespannt wird. Wir wollen neue Allianzen schmieden zwischen Naturschutz und Landnutzung, zwischen Behörden und Bevölkerung und zwischen allen, die das Schicksal einer der letzten Raubkatzen in Europa nicht unberührt lässt.



Foto: eyewire, Fotalia.com
Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

Ihre Ansprechpartnerin:

Laura Bollwahn
Fon 0711 620306-12
laura.bollwahn@bund.net

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