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Lebensraum wird zerstört

Wälder nahmen in Deutschland ursprünglich den größten Teil der Fläche ein. Typische Waldarten wie die Wildkatze sind heute jedoch hochgradig gefährdet. Ursache dafür ist die zunehmende Zerschneidung und Verinselung ihres Lebensraumes. Die scheuen Waldbewohner stehen deshalb unter internationalem Artenschutz. In der Roten Liste gefährdeter Säugetierarten wird die Europäische Wildkatze in Deutschland als „stark gefährdet“ eingestuft, in Baden-Württemberg galt sie beinahe 100 Jahre als „verschollen“. Erst in jüngster Zeit konnte über Totfunde und die beiden Jungkatzen "Hänsel und Gretel" die Wildkatze im Land wieder sicher nahgewiesen werden.

Für den Schutz dieser und anderer waldgebundener Arten ist deshalb die wirkungsvolle Vernetzung der verbliebenen Waldlebensräume von zentraler Bedeutung.

Quelle: www.wildkatze.info / Copyright Thomas Stephan

Die Wildkatzen teilen ihr Schicksal mit vielen anderen Tierarten wie Bär, Luchs und Wolf, die früher in unseren Wäldern heimisch waren. Noch vor 150 Jahren waren Wildkatzen in Deutschland weit verbreitet. Seitdem haben die Bestände kontinuierlich abgenommen. Heute leben deutschlandweit nur noch geschätzte 5.000 bis 7.000 von einstmal zehntausenden Wildkatzen in teilweise stark voneinander isolierten Vorkommen. Eine Vernetzung der noch vorhandenen Waldlebensräume würde den dort lebenden Arten wieder eine Überlebenschance geben.



Foto: eyewire, Fotalia.com
Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

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Laura Bollwahn
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laura.bollwahn@bund.net

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