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Erfolgreicher Start: BUND-Projekt "Endinger Seenplatte"

An Frühlingstagen sind an vielen Stellen im Land Aktive des BUND und andere naturbegeisterte Menschen unterwegs um Amphibien zu retten. Die bedrohten Kröten und Frösche werden über die Straße getragen. Außerdem werten BUND-Gruppen Feuchtgebiete für den Naturschutz auf. Das kommt neben den Amphibien auch Libellen und Wiesenvögeln wie dem Weißstorch zugute.

Um für diese auch am Kaiserstuhl gefährdeten Tierarten etwas zu tun, hat die BUND Bezirksgruppe Nördlicher Kaiserstuhl jetzt ein kleines Schutzprojekt im schönen Endinger Erletal gestartet. Dieses feuchte, nasse und quellenreiche Tal oberhalb der Sportplätze ist im eher trockenen Kaiserstuhl eine Besonderheit. Im Erleweiher laichen Amphibien zwar auch, dort dezimieren allerdings die Fische die Amphibienbestände und näher an der Stadt werden Jung- und Alttiere häufig überfahren.

Die Idee ist, abseits von Straßen Ersatzlaichgewässer anzulegen. Das Projekt “Endinger Seenplatte” bedeutet nicht, dass es sich ab sofort lohnen würde auch am Nördlichen Kaiserstuhl irgendwann den Segelschein zu machen... Wenn in Zukunft 40 Quadratmeter Tümpel ausgehoben sind ist das viel, aber auch viel für die bedrohten Amphibien in unserer Heimat.

Zwischen dem oberen Erletal und den Waldflächen des Katharinenberges gibt es keine trennende Straßen. Beste Voraussetzungen also für das Überleben von Fröschen, Kröten und anderen bedrohten Amphibien. Die Details des Projekts werden zur Zeit mit dem staatlichen Naturschutz abgestimmt. Dabei mussten die Naturschützer des BUND die Erfahrung machen, dass solche Abstimmungsprozesse mit den Behörden manchmal ganz schön kompliziert und langwierig sein können.

Dennoch gab es an einer geeigneten Stelle im Erletal, an einer kleinen, tiefen Senke schon in diesem Jahr die Möglichkeit einen ersten Probelauf zu starten. An einem der letzten Wochenenden wurde von BUND-Aktiven, die bestehende Senke mit Hilfe von Schaufel und Spaten vertieft und ein erster, kleiner Tümpel geschaffen. Bereits zwei Wochen später war das erste Ersatzlaichgewässer schon angenommen: Fünf dicke Laichklumpen schwammen auf der kleinen Wasserfläche.

Bewahrender Naturschutz und politischer Umweltschutz... in diesem Spannungsfeld bewegt sich der BUND und mit ihm auch die BUND Gruppe am Nördlichen Kaiserstuhl. Die Ersatzlaichgewässer im Erletal zeigen einen Teil dieses Spektrums und der BUND-Arbeit auf.

Wer seinen Kindern “echten Froschlaich” zeigen will sollte jetzt nicht unbedingt durch das Naturschutzgebiet im oberen Erletal “trampeln”. In einigen Gräben direkt oberhalb der beiden Erleweiher kann von den Wegen aus auch Laich “besichtigt” werden. Es ist durchaus wichtig auch Kindern so etwas zu zeigen. Denn nur was man kennt, wird man zukünftig auch schützen.

 



Foto: eyewire, Fotalia.com
Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

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