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Von Butterfliegen und Schuppenflüglern

Schwalbenschwanz; Bild: Walter Schön

Im Volksmund kursieren unterschiedliche Bezeichnungen für die luftigen Tierchen. Da die Falter beim Butterschlagen angelockt wurden, wurden sie im Volksmund Schmetterling genannt (Schmetten ist ein alter Begriff für Schmand), im Englischen findet sich entsprechend die Bezeichnung butterfly – Butterfliege. Die korrekte wissenschaftliche Bezeichnung lautet Lepidoptera, übersetzt heißt das Schuppenflügler.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über die Schmetterlinge: Über verschiedene Arten, ihre Lebenszyklen und Lebensräume. Informieren Sie sich über den Falterschutz und sprechen Sie mit der Naturschutzreferentin im BUND. Der BUND hält viele Informationen und Mitmach-Angebote für Sie bereit.

Tag und Nacht unterwegs

Nachtpfauenauge, Bild: Walter Schön

Neben den 140 in Baden-Württemberg vorkommenden Tagfaltern (190 Arten sind es in ganz Deutschland) zählen zu unseren heimischen Schmetterlingen noch ca. 3 500 Nachtfalter. Die oft unscheinbaren, nachtaktiven Falter sind viel weniger bekannt, aber ebenso schützenswert. Nicht alle sind "nur" grau oder braun - das Nachtpfauenauge etwa ist ein bunter großer Nachtfalter – und längst nicht alle sind nachts unterwegs. Widderchen etwa sind tagaktiv, ebenso das aus Südeuropa zu uns kommende Taubenschwänzchen.

Gut unterscheiden kann man Tag- und Nachtfalter an der Flügelstellung. Tagfalter stellen die Flügel in Ruheposition senkrecht in die Höhe, während die Nachtfalter sie flach an den Körper drücken. Die Fühler von Nachtfaltern sind eher gefiedert oder kammartig, die Fühler der Tagfalter dagegen glatt und am Ende verdickt.  

Wichtiges Glied im Ökosystem: Beutetier...

Copyright: Dietmar Nill

Einen Schwalbenschwanz von Blüte zu Blüte tanzen zu sehen, ist für uns Menschen das Sinnbild für Sommer und Lebenslust. Doch für viele Wiesen- und Waldbewohner sind Schmetterlinge und Raupen vor allem potenzielle Beutetiere. Viele Singvögel sind auf dieses Nahrungsangebot dringend angewiesen. Aber auch Fledermäuse, die lautlosen Jäger der Nacht, ernähren sich nahezu ausschließlich von Nachtfaltern.

...und Blütenbestäuber

Distelfalter, Bild: Walter Schön

Der Artenreichtum einer Blütenwiese hängt nicht zuletzt von den vorkommenden Schmetterlingsarten ab. Viele Schmetterlinge sind auf bestimmte Pflanzen und deren Blütennahrung spezialisiert. Umgekehrt sind die Pflanzen aber auch auf die Falter angewiesen, denn nur sie können die speziell geformten Blüten bestäuben.



Foto: eyewire, Fotalia.com
Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

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