Skudden bei Mönsheim

Skudden, Bild: BUND

 

Der Kalkofen bei Mönsheim im östlichen Enzkreis ist ein wertvoller Trockenlebensraum und Teil eines Natura 2000-Gebietes. Anfang der 90er Jahre hat der BUND-Ortsverband Heckengäu hier umfangreiche Erstpflegemaß-nahmen auf verbuschten und verwaldeten Flächen vorgenommen. Doch wie sollte es mit den Flächen weitergehen?

Lange Zeit konnte das Problem der Folgepflege nicht gelöst werden …bis die Mini-Schafe ihren Dienst antraten: Sie wiegen höchstens 40 Kilogramm, sind sehr genügsam und höchst effektive Landschaftspfleger. 2003 setzte die neu gegründete Schäfereigemeinschaft Mönsheim GbR die Skudden ein - eine alte und robuste, aber wenig rentable Schafrasse. Damit war die Erhaltung der wertvollen Magerrasenflächen wieder ein gutes Stück näher gerückt.

Der BUND-Regionalverband Nordschwarzwald beantragte beim PLENUM-Projekt Heckengäu, dass ein Beweidungskonzept erarbeitet und Geräte angeschafft werden sollten. In vielen Gesprächen mit Fachbehörden und Gemeinde musste der BUND klären, ob sie die Koppelschafhaltung auf dem Kalkofen akzeptieren würden. Im Rahmen dieses PLENUM-Projektes wurden auch einige Kiefernwaldflächen vom Forstamt aufgelichtet. Die Öffentlichkeit wurde mit einem Faltblatt informiert, die Presse berichtete mehrfach über das Beweidungskonzept.

Seit 2004 ist es fertig, das BUND-Beweidungskonzept für den Kalkofen. Es zeigt, wie 5 Hektar Fläche in Einklang mit den Erfordernissen des Naturschutzes beweidet werden können. Mit diesem Projekt wurde der Grundstein für eine dauerhafte Beweidung und für PLENUM-Folgeprojekte gelegt. 2006 wurde auf Antrag der Gemeinde Mönsheim ein Schafstall für den Winter gebaut.

 



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