Schafe im Heckengäu

Bild: Martin Häcker
Skudden im Heckengäu. Foto: Martin Häcker

Der Kalkofen bei Mönsheim im östlichen Enzkreis - Teil eines Natura 2000-Gebietes - ist ein wertvoller Trockenlebensraum. Seit Anfang der 90er Jahre führte der BUND-Ortsverband Heckengäu alljährlich umfangreiche Erstpflegemaßnahmen auf verbuschten und verwaldeten Flächen durch. Die Folgepflege dieser Flächen stellte lange Zeit ein ungelöstes Problem dar, bis sich im Sommer 2003 die Schäfereigemeinschaft Mönsheim GbR gründete. Diese setzt sich für den Erhalt der Skudden, einer alten, sehr robusten aber wenig rentablen, Schafrasse ein. Mit maximal 40 Kilogramm Gewicht und ihrer großen Genügsamkeit sind diese Mini-Schafe ganz ideale Landschaftspfleger. Damit war die Erhaltung und Wiederherstellung wertvoller Magerrasenflächen wieder ein gutes Stück näher gerückt.

Noch im selben Jahr 2003 beantragte der BUND-Regionalverband Nordschwarzwald daher beim PLENUM-Projekt Heckengäu die Erarbeitung eines Beweidungskonzeptes und die Anschaffung verschiedener Gerätschaften. Viele Gespräche und Ortstermine mit den Fachbehörden und der Gemeinde mussten geführt werden, um abzuklären, ob die Koppelschafhaltung auf dem Kalkofen die nötige Akzeptanz finden würde. Im Rahmen dieses PLENUM-Projektes wurden auch einige Kiefernwaldflächen vom Forstamt aufge-lichtet. Zur Information der Öffentlichkeit wurde ein Faltblatt erarbeitet. Die Presse berichtete mehrfach ausführlich über das Beweidungskonzept.

Das 2004 fertig gestellte Beweidungskonzept des BUND zeigt, wie 5 Hektar Fläche auf dem Kalkofen in Einklang mit den Erfordernissen des Naturschutzes beweidet werden können. Mit diesem Projekt wurde der Grundstein für eine dauerhafte Etablierung der Beweidung und für PLENUM-Folgeprojekte gelegt. 2006 wurde mit dem Bau eines Winter-Schafstalles die letzte große Hürde genommen. Die Gemeinde Mönsheim hatte ihn beim PLENUM-Projekt beantragt.



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