Heckrinder in Markdorf

Heckrind. Foto: Franz Beer, BUND Markdorf
In Markdorf werden Heckrinder eingesetzt. Foto: Franz Beer.

 

Beim BUND Markdorf, Bodenseekreis, sind es die in den 1920er Jahren rückgezüchteten Heckrinder, die als Landschaftspfleger eingesetzt werden. Sie können das ganze Jahr draußen bleiben, nur im Sommer haben sie gerne etwas Schatten.

Die Stammherde im Hepbacher-Leimbacher Ried besteht aus sechs weiblichen und einem männlichen Tier. Hinzu kommen einzelne Tiere aus einjährigem und zweijährigem Nachwuchs, so dass immer etwa 10 bis 15 Tiere auf der ca. 20 Hektar großen Weide sind. Sie sorgen dafür, dass Bäume und Büsche nicht überhand nehmen und die Gras-narbe nicht zu dicht wird. Das Ziel der Beweidung ist, ein ideales Brutgebiet für am Boden brütende Vögel und ausreichend Lebensraum für Insekten und Kleintiere zu schaffen.

Im Naturschutzgebiet Eisweiher hat ein Landwirt auf einer 14 Hektar großen Weide fünf weibliche Tiere vom BUND gepachtet. Gemeinsam mit zwei Pferden sorgen sie dort für die Landschaftspflege.

Erfreulicher Nebeneffekt der beiden Weideprojekte: Landwirte kommen aus der Buh-mannecke und können gemeinsam mit ihren Partnern am Naturschutz mitarbeiten. Sie erschließen sich durch Pflege und Vermarktung neue umweltverträgliche Einnahmequellen.

In den vergangenen Jahren haben der BUND Markdorf und das Landratsamt Boden-seekreis Beweidung und Naturschutz im Hepbacher-Leimbacher Ried und im Natur-schutzgebiet Eisweiher mit ehrgeizigen Maßnahmen vorangebracht. Vieles davon ge-schah mir Förderung der europäischen Union im Rahmen eines Interreg-Projekts.



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