Kräutergärten als Beitrag zum Artenschutz
Aromatische Kräuter bereiten nicht nur Gartenliebhabern eine Freude, an ihnen laben sich auch Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln, denn die meisten aromatischen Kräuter gehören zu den Lippenblütlern. Die "Unterlippe" der Blüten ist ein optimaler Insekten-Landeplatz und die Kelche bieten reichlich Nektar. Mit einem naturnahen Kräutergarten holt man sich also auch seltene Tierarten in den Garten. "Die verschiedenen Insektenarten finden 'ihre' Pflanzen mit sicherem Instinkt. Die Wollbiene etwa fliegt auf Gartensalbei, Wollziest und Gamander. Die blaue Holzbiene dagegen auf Muskateller-Salbei. Die Maskenbiene bevorzugt Fenchel und Schnittknoblauch", weiß Heide Bergmann.
Schritt für Schritt zum Kräutergarten
Wer nicht gleich den ganzen Garten umkrempeln möchte, kann mit einer Kräuterspirale, einem Hochbeet oder einem mediterranen Topfgarten beginnen. Auch ein Sitzplatz umgeben von duftenden Kräutern wird zur sinnlichen Oase. Und gerade dort, wo normale Gartenpflanzen nur schlecht gedeihen – wie etwa auf Bauschutt, Steinen und Geröll – lassen sich die oft genügsamen Kräuter gut ansiedeln. Für sonnenexponierte Trockenstandorte sind mediterrane Kräuter die Pflanzen der Wahl.
Ein Garten ist eine Art Experimentierfeld, man kann also einfach loslegen; die Pflanzen zeigen einem durch rasches Wachstum und üppige Blüte selbst an, ob sie am richtigen Standort stehen oder gegebenenfalls umgesetzt werden wollen.