Frohe Öko-Ostern!

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Eier färben

Eier färben ist in vielen Familien ein festes Ritual - aber bitte nicht auf Kosten der Umwelt: Nur bei Naturfarben kann man sicher sein, dass sie keine schädlichen Chemikalien enthalten, die in die Umwelt gelangen. Dazu werden die Eier beispielsweise im gefilterten Sud ausgekochter Pflanzen hartgekocht. Dafür eignen sich Birkenblätter, Rotkohl, Rote Bete, Zwiebelschalen, Spinat, Petersilie, getrocknete Beeren oder Curcuma. Ein Schuss Essig im Sud erhöht die Brillanz der Farben. Gebrauchsfertige Naturfarben gibt es in Bioläden oder Drogerien zu kaufen.

Osterstrauß

Für den Osterstrauß empfiehlt der BUND, Seitentriebe von Laubbäumen zu verwenden. Auch frische neue Zweige von Forsythiensträuchern sind dekorativ. Allerdings dürfen sie nicht aus dichten Hecken herausgeschnitten werden, da diese beliebte Nistplätze für Vögel sind. Das Abschneiden von Weidenkätzchen ist generell verboten, weil sich davon im Frühjahr die Bienen ernähren.

Osterglocken und Co.

Mit Schnittblumen kann man sich zwar ein Stück Frühling ins Haus holen. Doch die Freude ist schnell getrübt, wenn man sich die zum Teil menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf Blumenfarmen vor Augen hält. 90 Prozent der Rosen, Nelken oder Lilien auf dem deutschen Markt kommen aus dem Ausland, z. B. aus Ostafrika und Lateinamerika. Illegale Kinderarbeit, hohe Pestizidbelastung der Arbeiter, geringe Löhne oder Gewerkschaftsverbot sind dort keine Seltenheit. Der BUND rät deshalb, nur Blumen mit dem Siegel "Flower-Label-Program" (FLP) oder Rosen mit dem "fairfleurs"-Siegel von TransFair zu kaufen. Die beiden Siegel garantieren eine Blumenzucht nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards.