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13. Mai 2009

BUND Baden-Württemberg fordert: Kontaminierten Mais vernichten!

Stuttgart. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, fordert die Landesregierung auf, die Vernichtung des mit genveränderten Bestandteilen kontaminierten Maises anzuordnen.
In konventionellem Maissaatgut sind Spuren der in der EU nicht zum Anbau zugelassenen Maissorte NK 603 von Syngenta festgestellt worden. Dieses Saatgut wurde in Baden-Württemberg laut Umweltministerium auf rund 170 Hektar ausgesät. Die Behörden empfehlen den betroffenen Landwirten die Maispflanzen umzubrechen, akzeptieren jedoch auch die Verwertung des Ernteguts in Biogas-Anlagen.
„Der Ausweg in die Biogasanlage ist nicht akzeptabel,“ kritisiert BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß, „auch Energiemais blüht und trägt Pollen. Auch dieser Mais kann Nachbarfelder kontaminieren!“ Um eine schleichende Verunreinigung der Futter- und Nahrungsmittel zu vermeiden, müssen die aus dem kontaminierten Saatgut aufgelaufenen Maispflanzen nach Auffassung des BUND vernichtet werden.
Das Argument, die nachgewiesenen Kontaminationen lägen nur knapp über der Nachweisgrenze, lässt Frieß nicht gelten: „Für nicht zugelassene Sorten gilt: Grenzwert gleich Nachweisgrenze!“ Eine Kontamination von 0,1% bedeutet, dass eine von 1000 Maispflanzen genverändert ist – bei 170 Hektar Anbaufläche eine nicht zu vernachlässigende Zahl.

Die Pressemitteilung besteht aus 1399 Zeichen (mit Leerzeichen).

Für Rückfragen:
Berthold Frieß, BUND-Landesgeschäftsführer, Fon 0711 620306-13, berthold.friess@bund.net




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