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15. Mai 2009

BUND: Bahnhöfe im Land haben Geldspritze bitter nötig

Stuttgart. Landesregierung und Deutsche Bahn wollen 66 Bahnhöfe in Baden-Württemberg modernisieren: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, begrüßte die heute vorgestellte Rahmenvereinbarung. „Das Modernisierungsprogramm war längst überfällig. Die 117 Millionen Euro werden für Bahnkunden spürbare Verbesserungen bringen“, bewertete der BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß: „Allerdings haben Bahn und Land vor allem die kleinen und mittleren Stationen über Jahrzehnte erbärmlich vernachlässigt. Für eine umfassende Modernisierung müsste hier viel mehr Geld investiert werden als die veranschlagten 117 Millionen Euro.“ Frieß forderte eine deutliche Aufstockung der Mittel. Bahnhöfe seien das Tor zur Stadt, sie müssten landesweit eine Visitenkarte und eine Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr in den Städten und Gemeinden sein. Ein Großteil der 690 Bahnstationen im Land mit noch etwa 200 bahneigenen Empfangsgebäuden müsse mit hohen Investitionsmitteln aus ihrem bisherigen Aschenputteldasein befreit und kundengerecht entwickelt werden. „Vor diesem Hintergrund sind die Mittel sowohl aus dem Modernisierungsprogramm als auch aus dem Konjunkturpaket nur zwei Tropfen auf den heißen Stein“, kritisierte Frieß: „Im Vergleich zu den Milliardenbeträgen für Stuttgart 21 ist das Modernisierungsprogramm landesweit gesehen bloß ein Trostpflaster und ein Beruhigungsmittel für aufmuckende Kommunalpolitiker, die das Stuttgarter Milliardengrab ablehnen.“

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Für Rückfragen:
Berthold Frieß, BUND-Landesgeschäftsführer, berthold.friess@bund.net




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