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11. Juni 2008

Automobilwirtschaft muss Gas geben beim Klimaschutz

Stuttgart. Auf Einladung von Ministerpräsident Günther Oettinger erörtern auf der heutigen „Landeskonferenz Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg“ Vertreter der Automobilbranche die Chancen der deutschen Automobilindustrie im globalen Wettbewerb. Schlecht aufgestellt für den weltweiten Wettbewerb sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, die deutsche Autoindustrie. „Die Zeichen der Zeit stehen global auf mehr Klimaschutz und größere Unabhängigkeit vom immer knapper werdenden Erdöl. Für den weltweiten Markt gefragt sind daher vermehrt kleinere und effizientere Autos – die deutsche Autoindustrie droht diese Entwicklung aber zu verschlafen“, erklärt die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender. Trotz nötiger Klimadebatte gebe es in Deutschland einen ungebrochen Trend zu schweren und großen Fahrzeugen. Nach wie vor werden durchschnittlich mehr Geländewagen zugelassen als sparsame Kleinstwagen. „In Deutschland stoßen verkaufte Neuwagen über zehn Gramm CO2 pro Kilometer mehr aus als der europäische Durchschnitt“, kritisiert Dahlbender. Flankiert auch von der baden-württembergischen Landesregierung treten deutsche Autohersteller in Europa bisher regelmäßig als Verhinderer ambitionierter Umwelt- und Klimaschutzziele in Erscheinung. Dahlbender: „In der Debatte um verbindliche EU-Verbrauchslimits für Pkw müssen die Autohersteller und die Regierenden endlich begreifen, dass Vorteile für große, schwere und übermotorisierte Autos erhebliche Nachteile für das Klima und die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze in der Autobranche bedeuten. Die Autolobby widerspricht sich selbst, wenn sie einerseits hohe Benzinpreise beklagt und andererseits das Spritsparen verhindert.“ Dahlbender fordert Ministerpräsident Oettinger auf, Farbe zu bekennen und die eigene Nachhaltigkeitsstrategie ernst zu nehmen: „Der Ministerpräsident muss bei den Autoherstellern im Land für einen Wertewandel eintreten – innovativ heißt auch für Premiumhersteller klein, sparsam und effizient, als globales Vorbild für gelebte Nachhaltigkeit.“

 

Die Pressemitteilung enthält 2086 Zeichen (mit Leerzeichen). Foto: Pixelio.de

 

Für Rückfragen:

BUND, Landesverband Baden-Württemberg

Telefon: 0711 /620306-0

bund.bawue@bund.net




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