18. März 2005
Wasser schonen und sparen
Stuttgart. Ob für die Autowäsche, Dusche oder das schmutzige Geschirr: Jeden Tag verbrauchen allein die Haushalte in Deutschland über 10 Milliarden Liter Wasser. Weil gutes Trinkwasser in der Natur kaum noch vorkommt, fließt aus den Wasserhähnen aufwändig gereinigtes Grund- und Oberflächenwasser. Um den natürlichen Wasserhaushalt zu schonen, gibt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum weltweiten Tag des Wassers (22.3.2005) umfassende Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Wasser.
In allen Lebensbereichen kann man schonend mit Wasser umgehen. In der Küche helfen einem dabei Geräte: Denn Geschirrspülmaschinen sind meistens besser als das Spülen mit den Händen. Ein Rechenbeispiel: um 12 Gedecke von Hand zu spülen, benötigt man bis zu 50 Liter Wasser und 2,5 kWh Strom, um das Wasser zu erwärmen. Eine Spülmaschine braucht aber durchschnittlich nur etwa 19 Liter Wasser und 1,4 kWh Strom für die gleiche Menge an schmutzigem Geschirr. So spart man ohne großen Aufwand bis zu 31 Liter und 1,1 kWh Strom. Wenn man außerdem die Spülmaschine nur voll beladen einschaltet und Sparprogramme nutzt, hat man spülend Energie und Wasser gespart.
Auch Autofahrer könne Wasser sparen. Schätzungsweise 900 Millionen Mal werden im Jahr Autos gewaschen. Mit jeweils 200 Litern Wasser und Reinigungsmittel werden dabei auch Öle, Fette, Teer, Ruß und Schwermetallstaub abgewaschen. Damit keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen, sollte das Auto auf Waschplätzen und in Waschanlagen gereinigt werden. Dort wird das Abwasser gereinigt und anschließend in einem Kreislauf für die nächste Wäsche verwendet. Besonders schonende Anlagen sind am "Blauen Engel"-Symbol zu erkennen. Außerdem muss es nicht immer eine Vollwäsche sein, oft reicht es, die Scheiben und Scheinwerfer vom Schmutz zu reinigen.
Auch beim Freizeitspaß kann man sich umweltverträglich verhalten. Etwa beim Baden im See. Um die Störungen für Wassertiere und -pflanzen so gering wie möglich zu halten, sollte man dies nur an ausgewiesenen Badestellen tun. Badeseen sind Ökosysteme und keine Schwimmbäder, deshalb haben Seife und Shampoo im Seewasser nichts verloren und Sonnenschutzmittel sollten nicht erst kurz vor dem Baden aufgetragen werden.
Beim Einkaufen kann man sich für wasserschonende Produkte entscheiden: So haben Mehrwegflaschen - ob aus Kunststoff oder Glas - deutliche Umweltvorteile gegenüber den Einwegdosen oder -flaschen. Sie verbrauchen weniger Rohstoffe und Energie. Zum Beispiel ist der Wasserbedarf für die Herstellung von Milchkartons um fast 70 % höher als der bei Glas-Mehrwegflaschen. Keine Lust zum Kistenschleppen? Die Trinkwassersprudler sind eine gute Alternative zu Einweg- und Mehrwegsystemen. Sie sparen Verpackungsmaterial, energieintensive Flaschenreinigung und die Transportfahrten.
Weitere Wasserspartipps gibt es auf der Internetseite www.ja-zum-wasser.de
Die Pressemitteilung enthält Zeichen 2791 (mit Leerzeichen)
Für Rückfragen:
Bernd Schott, BUND-Umweltreferent
Telefon: 0711/620306-16
Fax: 0711/620306-77
bernd.schott@bund.net