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26. Januar 2005

Die Wiese im Monat Februar 2005: Kröten und Frösche jetzt unterwegs auf Wiesen

Jetzt sind wieder Millionen unterwegs: Wie jedes Frühjahr wandern Kröten, Frösche und Molche vom Winterrevier zu ihren Laichplätzen – meist Teiche, Tümpel oder Gräben. Oft führt ihr Weg über Wiesen – und auch nach der Eiablage verbringen viele Amphibien einen großen Teil ihrer Zeit im Gras. Die braunen Spring- und Grasfrösche, aber auch der grüne Laubfrosch, sind hier vor dem Pflug, vor Feinden sowie vor Sonne und Trockenheit sicherer als auf Äckern. Na-turnahe Wiesen bieten Nahrung in Hülle und Fülle: Sie sind reich an kleinen Nacktschnecken, Raupen und Insekten.

 

Im Herbst graben sich die meisten Kröten und Frösche in lockeren Boden ein – zum Schutz vor Kälte und vor Feinden. Der Anstieg der Bodentemperatur im Frühjahr gibt den Startschuss: Bei der Erdkröte etwa beginnt die Wanderung zum Laichtümpel bei 6 Grad Celsius Bodentemperatur Ende Februar bis Anfang März, bei den Fröschen meist früher. Die Amphibien gehen meist auf Nummer sicher: Sie suchen zu Paarung und Eiablage am liebsten das Gewässer auf, in dem sie selbst groß geworden sind.

 

Viele freiwillige Helfer bewahren die Tiere bei ihrer Wanderung über Straßen vor dem Verkehrstod. Moderner Amphibienschutz beschränkt sich heute aber nicht mehr allein auf das abendliche „Krötensammeln“ längs der Straßen: Die Fachleute für Frösche kümmern sich heute intensiv um Erhalt und Erweiterung der Le-bensräume dieser Tiere. Dabei stehen feuchte Wiesen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

 

Die Mühe lohnt sich: Auf den Streuwiesen des Schwarzwald-Baar-Kreises, in der Saalbachniederung im Kreis Karlsruhe, in der Wiesenaue des Flusses Echaz bei Reutlingen und in etlichen anderen Gebieten Baden-Württembergs wurden Wiesengebiete wiedervernässt oder im Sinne der Natur verbessert. Die Anzahl der Kröten und Frösche nahm dort überall zu.

 

 

Das honorarfreie Bild können Sie auf unserer Homepage in Druckqualität herun-terladen. Vorschlag für eine Bildunterschrift: Die Krötenwanderung beginnt – auch zur Freude der Kinder. Fotografin: Dr. Ingrid Kandler, BUND Radolfzell.

 

Kai-Steffen Frank, Diplom-Biologe und Projektleiter beim BUND, steht Ihnen als Interview-partner zum Amphibienschutz zur Verfügung. Er kann Ihnen weitere Fachleute vermitteln - oft auch in Ihrer Nähe. Telefon: 07732 / 1507-16 kai-steffen.frank@bund.net




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