Trotzdem ist zu befürchten, dass das neue Gentechnikgesetz der schleichenden flächendeckenden Kontamination mit genveränderten Organismen Vorschub leistet. Gravierende Kritikpunkte bleiben
- die Möglichkeit, aufgrund privater Vereinbarungen auf Koexistenzmaßnahmen wie Sicherheitsabstände zu verzichten,
- massive Erleichterungen für die Forschung,
- die Wiedereinführung des vereinfachten Genehmigungsverfahrens für Freisetzungen genmanipulierter Organismen, mit dem zu einmal genehmigten Freisetzungen beliebig viele weitere Standorte nachgemeldet werden können, ohne dass ein öffentliches Genehmigungsverfahren durchgeführt wird.
Der BUND-Bundesverband hat eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf abgegeben. Wir haben die unterschiedlichen Parteipositionen für Sie ausgewertet.
Auf Drängen der SPD hat der Bundestag gleichzeitig mit dem Gentechnikgesetz eine Regelung verabschiedet, die die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" erleichtert. Diese trat am 1. Mai 2008 in Kraft. Der BUND erwartet, dass diese Kennzeichnung von Erzeugern und Verbrauchern angenommen wird und dass sie eine Chance für gentechnikfrei wirtschaftende Landwirte bietet, sich positiv vom Weltmarkt abzuheben.<//font>
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