16. Januar: ME: In Block II wurde ein Fehler an einer Elektronikbaugruppe gefunden. Ursache für den Ausfall war ein defekter Signalausgang der Elektronikbaugruppe. Kategorie N, INES 0.
11. Februar: ME: Bei einer Kontrollmessung an einem Durchfluss-Begrenzungsventil in Block II wurde festgestellt, dass sich das Ventil nicht vollständig öffnen ließ. Es stellte sich heraus, dass nach dem Austausch des Stellantriebs an dem Ventil der Endschalter auf 48 Prozent statt auf 100 Prozent eingestellt worden war. Kategorie N, INES 0.
3. März: ME: Nach einer Prüfung trat an einem Notstromdiesel im Block I eine starke Rußentwicklung im Abgas auf. Kategorie N, INES 0.
18. März: ME: Bei Wartungsarbeiten wurde festgestellt, dass bei mehreren Motoren für die Pumpen im Nachkühlsystem Bolzen fehlten, die im Falle eines schweren Erdbebens ein Verrutschen des Motors verhindern sollen. Daraufhin wurde Block II in der Nacht vom 16. auf den 17. März vorsorglich vom Netz genommen. Kategorie N, INES 1 (Störung).
31. März: ME: Bei einer Inspektion in Block I wurde an der Sammelleitung hinter den beiden Reaktorgebäude-Sumpfpumpen Korrosion festgestellt. Kategorie N, INES 0.
24./25. April: PM: 30 000 Liter kontaminiertes Wasser fließen aus Block I in den Rhein, weil eine Pumpe nicht abgestellt wurde. Der damalige Landesumweltminister Ulrich Müller (CDU) kritisiert heftig das Meldeverhalten der EnBW, die die Atomaufsicht in Stuttgart über den Störfall erst mit einem Tag Verzögerung informiert hat.
30. Mai: ME: In Block I ist am 25. April bei Revisionsarbeiten am Schnellabschaltsystem leicht kontaminiertes Wasser in die Kanalisation und von dort in den Altrhein gelangt. Ursache war, dass aufgrund neuerer Sicherheitserkenntnisse und im Gegensatz zu früheren Jahren, eine Steuerstabantriebspumpe auch während des Stillstands in Betrieb war. Da eine Ventilstellung dieser Änderung nicht entsprechend angepasst wurde, förderte die Pumpe unbemerkt Wasser in die Schnellabschalttanks. In der Folge wurden die Tanks überfüllt und es traten maximal 30 Kubikmeter Wasser aus. Die abgegebene Radioaktivität liegt bei ca. 1 Mega Becquerel und damit bei einem Viertel Prozent des errechneten zulässigen Tageswertes. Kategorie N, INES 1.
12. Mai: ME: Im Block I führte ein Fehlimpuls in der Elektronik zum Ausfall eines Trafos. Außerdem wurde an einem Notstromdiesel ein fehlerhaftes Elektrikbauteil gefunden. Kategorie N, INES 0.
18. Mai: ME: Im Block I wurden Fehler an der Befestigung einer Rohrleitung eines Nachkühlsystems gefunden. Kategorie N, INES 0.
12. Juli: ME: Im Block I ist am 07. Juli 2004 eine Störung in der Regelung einer Speisewasserpumpe aufgetreten, wodurch der Füllstand im Reaktordruckbehälter über die Grenzmarke stieg und der Reaktorschutz die Reaktorschnellabschaltung auslöste. Kategorie N, INES 0.
30. Juli: ME: Bei einer Routineprüfung öffnete das Ventil der Sprühwasserlöschanlage im Block II nicht automatisch. Kategorie N, INES 0.
23. September: ME: Im Block II wurde eine fehlerhafte Messstelle im Reaktorschutz gefunden. Kategorie N, INES 0.
5. November: ME: Im Block I erfolgte an einem Durchflussmess-System aufgrund eines Fehlers das automatische Schließen der Durchdringungsabschlussarmaturen des Reaktorwasserreinigungssystems. Kategorie N, INES 0.